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Schwulen-Pornos und Regenbogen-Flaggen: Hunderte IS-Accounts gehackt

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ISIS
Hunderte IS-Accounts wurden gehackt und schimmern jetzt in Regenbogen-Farben | Screenshot/Twitter
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Das grausame Massaker in Orlando hat nicht nur die USA in große Trauer und Ratlosigkeit versetzt. Trauer darüber, dass 49 Menschen in dieser Nacht ihr Leben ließen für eine liberale Weltanschauung und sexuelle Orientierung. Ratlosigkeit darüber, welche Motive den Täter tatsächlich antrieben.

Bekannt hat sich zu dem Attentat die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) - dass sie die verrückte Tat eines einzelnen Homophoben dabei lediglich für ihre Zwecke genutzt hat, ist nicht auszuschließen.

Das dürften die Dschihadisten nun womöglich bereuen. Denn: Hunderte Twitter-Accounts von IS-Anhängern sind seit Mittwoch mit Regenbogenflaggen und Gay-Pride-Botschaften geschmückt sowie mit Links zu Schwulenpornos versehen.

Hacker: "Ich habe es für diejenigen getan, die in Orlando ihr Leben verloren haben“

"Jacked by ghost" ("Gekapert von einem Geist") heißen die Konten der IS-Sympathisanten jetzt.

Wie die Nachrichtenseite "Newsweek" berichtet, steckt hinter der Aktion der Hacker WauchulaGhost. Er wird mit dem Hacker-Kollektiv Anonymous in Verbindung gebracht und kapert bereits seit Monaten IS-Twitter-Accounts.

Mit Pornografie hat er die Konten auch in der Vergangenheit schon versehen. Die Symbole der Gay-Community aber sind neu und eine bewusste Reaktion auf das Massaker von vergangenem Wochenende. "Ich habe es für diejenigen getan, die in Orlando ihr Leben verloren haben“, sagte WauchulaGhost gegenüber "Newsweek".

Bereits 125.000 IS-Twitter-Accounts gesperrt

Der IS habe den Angriff verbreitet und gelobt, deshalb habe er beschlossen, diejenigen zu verteidigen, die ihr Leben ließen. "Wir werden es nicht tolerieren, wenn Unschuldigen das Leben genommen wird", zitiert das Portal den Hacker weiter.

Viele der Accounts, die WauchulaGhost und andere Hacker gekapert haben, wurden inzwischen von Twitter gesperrt. Laut "Newsweek" hat der Kurznachrichtendienst nach eigenen Angaben seit 2015 bereits 125.000 Konten mit islamistischer Propaganda unzugänglich gemacht.

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(bp)