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Nach Attentat von Orlando: Das Bild dieser Schuhe geht um die Welt

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"Das Blut, das aus den Opfern strömte und meine OP-Kleidung und Schuhe tränkte, wird für immer auf mich abfärben", schreibt Joshua Corsa auf seiner Facebook-Seite.

Der Chirurg half am Sonntag nach dem Attentat in Orlando, bei dem 50 Menschen ums Leben kamen und 53 mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Die Schuhe waren brandneu. Der Dienst war bisher ruhig gewesen. Doch als Corsa nach dem Massaker das Wartezimmer des Krankenhauses betrat, wurde er mit dem ganzen blutigen Ausmaß der Schießerei konfrontiert. Am Ende der langen Nacht waren seine Arbeitsschuhe in dem Blut von "54 unschuldigen Menschen" getränkt.

"Schreiend kamen die Opfer auf uns zu"

Er erinnert sich daran, wie die Opfer schreiend und leidend zu den Helfern eilten. Und an den Tod. Ärzte, Krankenschwestern, Laboranten, Sanitäter und Polizisten haben es irgendwie geschafft, in all dem Chaos übermenschliche Heldentaten zu vollbringen.

Das Orlando Regional Medical Center war eines der ersten umliegenden Krankenhäuser, das von dem Attentat erfuhr und entsprechend reagierte. Das teilte die Einrichtung in einer Pressemitteilung mit. Immer noch müssen viele der Opfer versorgt werden und ein großer Berg Arbeit ist für die Helfer der Horror-Nacht zu bewältigen.

Joshua Corsa wird seine Schuhe erst ausziehen, wenn das letzte Opfer das Krankenhaus verlassen hat. Selbst dann behält er sie in seinem Arbeitszimmer, denn er will diese Nacht nie vergessen. "Ich möchte sie jeden Tag vor mir sehen, jedes Mal, wenn ich zur Arbeit gehe."

Seitdem Corsa das Bild auf seiner privaten Facebook-Seite veröffentlicht hat, wurde es fast 300.000 mal geteilt. Die Online-Gemeinde reagiert mit Danksagungen und feiert den Arzt als Helden.


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