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Gina-Lisa Lohfink: "Ich kämpfe für alle Frauen"

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GINALISA LOHFINK UND FLORIAN WESS
Gina-Lisa Lohfink und ihr bester Freund Florian Wess bei der Gerichtsverhandlung am 1. Juni | imago/Olaf Wagner
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  • Rechtsstreit um vermeintliche Vergewaltigung von Gina-Lisa Lohfink geht weiter
  • Das Model erhält Unterstützung von unterschiedlichen Seiten
  • Lohfink plant nun, eine Stiftung zu gründen

Die Auseinandersetzung vor Gericht um die vermeintliche Vergewaltigung von Gina-Lisa Lohfink (29) geht weiter. Nach einem ersten Urteil erfährt die TV-Blondine derzeit viel Unterstützung von unterschiedlichen Seiten.

Justizminister Maas will Sexualstrafrecht verschärfen

Politiker und Journalisten melden sich zu Wort. So erhöhte beispielsweise Justizminister Heiko Maas (SPD) den Druck auf die Union. Auf seinem offiziellen Facebook-Account schreibt er:

"Die Verschärfung des Sexualstrafrechts darf nicht länger blockiert werden. Wir müssen Frauen besser vor sexualisierter Gewalt schützen. Die Reform ist dringend notwendig, um eklatante Schutzlücken zu schließen."

Zudem ist eine Demo am Tag des nächsten Gerichtstermins in Berlin geplant.

Das bekommt natürlich auch der betroffene Reality-TV-Star mit. "Ich finde es großartig, welchen Support ich derzeit erfahren darf. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin sehr gerührt!", sagt Lohfink im Interview mit spot on news.

Gina-Lisa Lohfink versucht sich nun auch als Sängerin auf Mallorca: Wie ihr erster Auftritt beim kritischen Publikum ankam, sehen sie bei Clipfish

Lohfink: "Man darf Opfer nicht zu Tätern machen"

Der nächste Gerichtstermin rückt näher. "Mein Anwaltsteam rund um Burghard Bennecken bereitet sich gut auf den Prozess vor", sagt sie dazu. Ob sie Angst davor hat?

"Naja, ich kämpfe hier nicht nur für mich, sondern auch für alle Frauen da draußen. Man darf Opfer nicht zu Tätern machen! Ich erwarte mir Gerechtigkeit", lautet Lohfinks deutliche Forderung.

Lohfink will eine Stiftung gründen

Was sie anderen betroffenen Frauen in einer ähnlichen Situation rät, dazu könne sie noch nicht allzu viel sagen. "Ich werde das Urteil abwarten", sagt Lohfink vorsichtig.

Doch dann erklärt sie weiter: "Es darf nicht sein, dass Männer mit Frauen alles machen dürfen. Ich bin gerade dabei, eine Stiftung ins Leben zu rufen." Das werde zwar noch dauern, "aber wir arbeiten mit Hochdruck daran".

Ablenkung bis zum nächsten Gerichtstermin

Der nächste Termin vor Gericht ist am 27. Juni. Bis dahin versucht sich die Hessin von den Geschehnissen abzulenken. Wie? "Ich habe derzeit ein Gesangsprojekt mit Florian Wess", so Lohfink.

Dabei treten sie als "Barbie & Ken" mit 1990er-Jahre-Songs auf. "Das lenkt mich ab, ich liebe es, auf der Bühne zu stehen und die Leute zu unterhalten", sagt sie weiter.

Rechtsstreit: So fing alles an

Alles begann vor vier Jahren mit einer ausgelassenen Partynacht in Berlin, die mit einer angeblichen Vergewaltigung endete. Zwei Männer hätten gegen ihren Willen mit ihr Sex gehabt.

Davon gibt es sogar ein Video, das von den Männern im Internet verbreitet und Redaktionen zum Kauf angeboten wurde. Lohfink erstattete Anzeige.

Die Vergewaltigungsvorwürfe erhärteten sich in einem Verfahren gegen die vermeintlichen Täter allerdings nicht. Dann die Wende: Lohfink erhielt einen Strafbefehl über 24.000 Euro wegen des Vorwurfs der falschen Verdächtigung. Sie legte Einspruch ein.

Die bisher ungeklärte Streitfrage: Sieht man auf dem Video Sex oder eine Vergewaltigung? Wer das Video gesehen hat, der kann deutlich hören, wie Lohfink mehrmals "Hör auf!" sagt.

Die Staatsanwältin sehe darin aber noch nicht den Beweis für eine Vergewaltigung. Schließlich hätten diese Worte auch im Zusammenhang mit einer anderen akuten Handlung gefallen sein können.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

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Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.