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Deshalb verbietet London Werbung mit zu schlanken Models in der U-Bahn

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PROTEIN BODY SHAMING
Dünne Models: In der Londoner U-Bahn sind sie bald nicht mehr zu sehen | Change.org
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Werbungen, die Unsicherheiten über den eigenen Körper auslösen, sollen in der Londoner U-Bahn verboten werden, verkündete der Bürgermeister von London. Mit Beginn des nächsten Monats sind Werbungen im Londoner Verkehrssystem (TfL) nicht mehr erlaubt, die, vor allem an jungen Menschen, unrealistische oder ungesunde Körperbilder vermitteln.

Sadiq Khan, der selbst zwei Töchter im Teenager-Alter hat, sagte, er sei besorgt über Werbung, wegen der Frauen sich "für ihre Körper schämen."

"Es ist höchste Zeit, dass das aufhört."

Khan sagte: "Als Vater von zwei Mädchen im Teenager-Alter bin ich extrem besorgt über die Art von Werbung, die Leute so erniedrigt, vor allem Frauen, dass sie sich für ihre Körper schämen. Es ist höchste Zeit, dass das aufhört.

Niemand sollte sich unter Druck gesetzt fühlen, während sie mit der U-Bahn oder dem Bus fahren und unrealistische Forderungen an den eigenen Körper stellen und ich möchte damit ein deutliches Signal an die Werbeindustrie senden."

Schon im letzten Jahre gab es Streit um Werbeplakate

Sein Entschluss folgte der kontroversen Werbung von "Protein's World", die fragte "Bist du schon Strandfigur tauglich?" und letztes Jahr einen großen Skandal unter Aktivisten entfachte, die sich dafür einsetzen, ein positives Körperbild zu vermitteln.

Diese Werbungen wurden in den Londoner U-Bahnen sofort von Aktivisten entstellt, die meinten, dass alle Körper Strandfigur tauglich seien. Eine Petition auf change.org, die dazu aufrief, die Werbung zu entfernen, erreichte mehr als 70.000 Unterschriften.

petition

Im weiteren Verlauf des Jahres erachtete eine Untersuchung der Advertising Standards Authority (ASA) die Werbung als "nicht beleidigend".

Ein Ausschuss überprüft von nun an die Werbung

Das neue Werbegesetz, das als Antwort auf das Feedback der Kunden entstand, wird mit einem Ausschuss aufrecht erhalten, der die Werbungen regelmäßig überprüfen wird. Graeme Craig, der TfL Commercial Development Direktor, sagte: "Werbung in unserem Netzwerk ist anders als Fernsehen, Online oder Printwerbung.

Unsere Kunden können nicht einfach ausschalten oder die Seite umblättern, wenn eine Werbung beleidigend ist oder sie traurig macht und wir haben die Pflicht, sicherzustellen, dass die Werbung diese einzigartige Umgebung widerspiegelt.
Wir wollen damit zu großartiger Werbung ermutigen, die Leute fesselt und die unser Transportnetzwerk aufwertet."

Der Text erschien zuerst bei der Huffington Post UK und wurde von Amelie Graen übersetzt.

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(lp)