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Er postete dieses Foto mit seinem Hund - vier Tage später stand die Polizei vor seiner Tür

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Ein Blick auf das Foto des Musikers Dan Tillery mit seinem neuen Hund Diggy genügt - und man weiß, warum dieses Foto das Internet im Sturm eroberte.

Aber am Dienstag, nur vier Tage, nachdem Tillery sein neues Haustier aus dem Tierheim abgeholt hatte, stand die Polizei vor seiner Tür, wie das Hundemagazin "BarkPost" berichtet. In Waterford Township, im US-Bundesstaat Michigan, wo der Musiker lebt, sind Pit Bull Terrier nämlich verboten. Offensichtlich dachte eine Person, die das Foto gesehen hatte, dass Diggy ein Pit Bull Terrier sei - und rief die Polizei.

Falsche Hunderasse identifiziert

Der Polizist, der den Anruf entgegennahm, war auch der Meinung, dass Diggy ein Pit Bull sei - und Tillery, der Angst hatte, dass Diggy abgeholt wird, stimmte zu, dass er den Hund in den nächsten Tagen wieder zum Tierheim zurückbringen würde.

Doch die Aufregung stellte sich als ziemlich übertrieben heraus.

Denn Diggy ist gar kein Pit Bull und hat sogar Papiere, die das beweisen. Kristina Millman-Rinaldi, die die Detroit Dog Rescue leitet, bei der Tillery den Hund abgeholt hatte, stellte das klar.

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Watership Township definiert einen Pit Bull als Hund, der "den Bestimmungen der Rassenzucht des amerikanischen Kennel Club" entspricht, wie American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier und American Staffordshire Terrier.

Die Stadt hatte bereits der Adoption zugestimmt

Aber Diggy hat Papiere von einem Tierarzt, die ihn als American Bulldog identifizieren, sagte Millman Rinaldi. Und natürlich wollte das Tierheim nicht, dass ein Hund in einem Ort landet, wo er eigentlich gar nicht sein sollte. Sie riefen sogar bei den Behörden in Township an, um sicher zu gehen, dass der Hund dort auch sein darf.

Laut der Leiterin des Tierheims habe man ihr gesagt, dass alles in Ordnung gehe, solange der Hund die notwendigen Papiere habe. Und als Tillery den Hund abholte, bekam er sogar die entsprechenden Unterlagen zum Vorzeigen. Darauf stand ganz klar, dass Diggy eine Bulldogge ist.

Das Problem ist: Ein Schlupfloch im Stadtgesetz erlaubt es, dass Polizeibeamten die Haltung jedes Hundes verbieten dürfen, wenn sie nach persönlicher Einschätzung denken, dass es ein Pit Bull sei.

"Das ist das dümmste Gesetz, von dem ich jemals gehört habe", sagte Millman-Rinaldi. Denn das Gesetz geht davon aus, dass Polizisten darüber urteilen dürfen, welcher Hund ein Pit Bull ist, weil "ihr persönlicher und professioneller Hintergrund es erlaubt" - heißt: Sie müssen vorher nur einmal einen Pit Bull gesehen haben. Das sei sehr vage und vor allem unwissenschaftlich.

Vor allem, weil es wirklich schwer ist, eine Hunderasse zu erkennen - sogar für Leute, die sich mit Hunden sehr gut auskennen. Eine Online-Petition zur Abschaffung dieses Gesetzes gibt es schon - sie hatte Dienstagnachmittag bereits über 60.000 Unterschriften.

Wenn die Stadt tatsächlich erlässt, dass Diggy verbannt wird, dann wird ihn das Tierheim zurücknehmen. Doch weder Tillery, noch das Tierheim wollen, dass es am Ende diese Lösung geben muss. Denn Tillery und Diggy sind ein tolles Paar. "Wir warten auf die Antwort der Stadt", sagte Millman-Rinaldi.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Valentina Resetarits übersetzt und bearbeitet.


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