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EM-Gruppe F: Portugal, Island, Österreich, Ungarn

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RONALDO
Cristiano Ronaldo spielt für Portugal in der Gruppe F gegen Island, Österreich und Ungarn | Rafael Marchante / Reuters
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  • Gruppe F der Europameisterschaft 2016 in Frankreich
  • Portugal, Island, Österreich und Ungarn starten am 14. Juni in die EM

Die Teilnehmer der Gruppe F steigen am 14. Juni in die Europameisterschaft ein. Österreich, Ungarn und Island, Portugal - alle vier Teams sind am Dienstagabend gefordert. Doch was ist von den vier Nationalmannschaften zu erwarten, die um den Einzug in das Achtelfinale kämpfen?

Portugal - ein Favorit der EM?

Da ist zum einen Portugal. Mit Cristiano Ronaldo hat die Selecao das Quinas einen echten Top-Star in ihren Reihen. Und auch die Statistik spricht für eine Top-Platzierung in der Gruppe F.

Denn seit 1996 haben es die Portugiesen bisher immer zumindest ins Viertelfinale geschafft. Und: Die EM-Vorbereitung verlief gut, im Gegensatz zur verkorksten WM vor zwei Jahren sind diesmal fast alle Spieler fit. Eine Garantie auf einen EM-Sieg ist das aber sicher nicht. Das Team um Ronaldo ist nicht unschlagbar. So verlor Portugal in der EM-Qualifikation zum Beispiel 0:1 gegen Albanien.

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Österreich - mit Chancen?

Damit könnten nun auch Nationalteams aus dem Schatten treten, mit denen lange keiner rechnete. Wie Österreich. Das Land selbst ist nicht unbedingt eine Fußball-Nation.

Doch von unserem Nachbarn kommen einige Spieler, die auch in der Bundesliga erfolgreich sind. So stehen 15 Austro-Nationalkicker bei deutschen Vereinen unter Vertrag, der bekannteste ist David Alaba (FC Bayern München).

Für die Euro 2016 konnte sich Österreich nun erstmalig selbst qualifizieren. Ein EM-Debütant ist die Austro-Elf trotzdem nicht. Bei der Euro 2008 feierte Österreich daheim seine EM-Premiere. Nach der Gruppenphase war jedoch Schluss.

Unter Trainer Marcel Koller könnte Österreich eine realistische Chance haben, in die nächste Runde vorzurücken.

Island - der EM-Debütant der Gruppe F

Island gilt in der Gruppe F und in der Europameisterschaft 2016 als Außenseiter. Das ist für den kleinen Inselstaat aber eher zweitrangig – zu groß ist die Freude über die EM-Premiere. Das Spiel gegen Portugal am 14. Juni ist dementsprechend wichtig.

"Das ist der größte Moment in der isländischen Fußballgeschichte", sagte der Island-Coach Heimir Hallgrimsson (der gleichberechtigt neben Erfolgstrainer Lars Lagerbäck arbeitet). "Die Isländer und die Fans in der Heimat haben lange darauf gewartet."

Das Team ist sportlich nicht unbedingt herausragend. Nur vier Island-Kicker spielen in den großen Ligen, darunter die Deutschland-Legionäre Alfred Finnbogason (FC Augsburg) und Jon Dadi Bödvarsson (1. FC Kaiserslautern). Doch das Land konnte mit seinen starken Jugendteams bereits Erfolge feiern.

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Ungarn - erstmal seit der EM 1984 wieder dabei

Und Nummer vier der Gruppe F ist Ungarn , dem nur wenig Chancen auf die nächste Runde zugesprochen wird. Die Mannschaft des deutschen Trainers Bernd Storck schaffte es erst in den Play-Offs sich zu qualifizieren. Aber es ist ein kleiner Erfolg: Schließlich schafften die Ungarn seit der WM 1986 nicht mehr den Sprung in die Endrunde eines großen Turniers. Die letzte EM liegt für Ungarn noch weiter zurück - 1972 waren sie zuletzt dabei.

Dem EM-Team aus Ungarn fehlen große Stars. Mit 40 Jahren und 74 Tagen wird der ungarische Torhüter Gabor Kiraly zudem der älteste Spieler sein, der bei einer EM zum Einsatz kommt.

Mit dpa-Material

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(ben)