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Nach Orlando-Massaker: Trump will mehr Waffen und weniger Muslime

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TRUMP AND OBAMA
Nach Orlando-Massaker: Trump wirbt für mehr Waffen und Einreiseverbot für Muslime | ASSOCIATED PRESS
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  • Nach Ansicht von Donald Trump hätte das Massaker von Orlando durch Bewaffnete verhindert werden können
  • Zudem erneuerte der Republikaner seine Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime

Donald Trump hat nach dem Massaker in Orlando erneut für eine liberale Waffenpolitik und ein Einreiseverbot für Muslime in die USA geworben.

Gegenüber dem US-Sender CNN sagte er: "Wenn man im Club in der Nacht des Geschehens auch auf der anderen Seite Schusswaffen gehabt hätte, hätten wir jetzt nicht diese Tragödie.“

Mit seiner Aussage ignorierte Trump, dass ein Polizeibeamter am Abend des Anschlags außerdienstlich als Sicherheitskraft im Pulse Club gearbeitet hatte und sich sogar einen Schusswechsel mit dem mutmaßlichen Täter Omar Mateen lieferte.

"Wir brauchen mehr Menschen mit einer Schusswaffe"

Auf den Fakt angesprochen, forderte Trump im CNN-Interview, man brauche ganz einfach "mehr Menschen mit einer Schusswaffe". Auch für seine angestrebte Abschottungspolitik warb der republikanische Populist. Dies begründete er ebenfalls mit der Tragödie in Florida.

Nachdem der Polit-Quereinsteiger bereits am Sonntagmorgen auf Facebook verkündet habe, er "schätze, die Glückwünsche dafür", dass er mit seiner Meinung bezüglich dem Islamismus Recht behalten habe, erneuerte er bei einer Rede im Saint Anselm College in Manchester, New Hampshire, seine Forderung, Muslimen die Einreise in die USA zu verwehren.

Wie "Politico“ berichtet, sagte Trump: "Wenn wir nicht stark, schlau und schnell werden, werden wir dieses Land nicht mehr lange haben. Es wird nichts mehr übrig sein – absolut nichts.“

Zu einem Einreiseverbot für Muslime sagt er: "Ich habe bereits nach den Anschlägen von San Bernadino für ein Verbot geworben. (...) Wir müssen es tun.“

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(bp)