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Islamische Erfindungen, die wir in unserem Alltag ständig brauchen

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Islamophobie ist alltäglich. Seit dem Attentat in Orlando, bei dem ein Muslim und angeblicher IS-Kämpfer in einem Schwulen- und Lesbenklub 50 Menschen erschoss, sind Muslime weltweit einem Generalverdacht ausgesetzt. Es ist nicht das erste Mal. Und bestimmt nicht das letzte Mal.

Viel zu schnell verfallen Menschen dabei in einen Fremdenhass, in dem sie die muslimische Kultur verurteilen und aus Europa oder Amerika vertreiben wollen. Dabei vergessen sie, dass wir viele Auswüchse der muslimischen Kultur bereits bei uns haben.

Und zwar nicht seit Jahren oder Jahrzehnten, sondern seit Jahrhunderten. Denn wir haben Muslimen Erfindungen zu verdanken, ohne die wir heutzutage ziemlich verloren dastehen würden.

Das morgendliche Hygieneritual würde zur echten Herausforderung werden! Wie würden wir unsere Zähne putzen, wenn der Prophet Mohammed den Miswak Zweig nicht zur Mundhygiene benutzt hätte?

Wir könnten nicht rechnen

Auch der morgendliche Kaffee würde aus unserem Alltag verschwinden. Die ursprünglich aus Äthiopien stammenden Bohnen wurden auf der arabischen Halbinsel schnell populär und zu Kaffee gemahlen. Die Technik verbreitete sich daraufhin in europäischen Metropolen wie London, Venedig oder Wien.

Schnell die Fußballergebnisse checken oder schauen, wie warm es werden wird. Das wäre ohne das Zahlensystem nicht möglich, das vor Jahrhunderten in Bagdad im "Haus des Wissens" erfunden wurde.

Fast jeder zweite Mensch Mitte Zwanzig in Deutschland ist kurzsichtig. Eine Brille kann man sich heute leicht zulegen. Doch das wäre ohne die ersten Lesesteine von dem Gelehrten Alhazen aus Basra nicht möglich – seine Forschung legte den Grundstein für die spätere Brille.

Wir könnten nicht operieren

Ein schlimmer Verkehrsunfall auf dem Weg zur Arbeit. Die Betroffenen müssen schnell medizinisch im Krankenhaus versorgt werden. Das erste Krankenhaus stand in Kairo, Ägypten. Von dort verbreitete sich das medizinische Gesundheitssystem in die Welt.

Schnell einen chirurgischen Eingriff durchführen. Das wäre ohne den andalusischen Arzt Alburcasis, der sich mit der chirurgischen Behandlung beschäftigt hat, nicht möglich.

Kopfhörer auf und dem Alltag mit ein paar schönen Gitarrenklängen entfliehen. Darauf müssten wir vermutlich immer noch verzichten, hätte es damals nicht die arabische Oud gegeben. Die erste Gitarre.

Das sind alles Erfindungen, die unseren Alltag erleichtern und die wir der islamischen Kultur zu verdanken haben.

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Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.