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Wie der Wind sich hebt im Live-Stream: Letzter Anime von Hayao Miyazaki online

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DAS LETZTE WERK VON HAYAO MIYAZAKI BEI ARTE
Anime-Regisseur Hayao Miyazaki: Arte zeigt sein letztes Werk Wie der Wind sich hebt | Kevork Djansezian / Reuters
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  • Arte zeigt am 12. Juni den Zeichentrickfilm Wie der Wind sich hebt
  • Der Anime ist das letzte Werk von Hayao Miyazaki
  • Die Free-TV-Premiere ist auch online als Live-Stream verfügbar
  • Im Anschluss folgt der Anime-Klassiker Akira

Fußball-Muffel haben es während der EM 2016 nicht leicht: Angesichts der sportlichen Konkurrenz trauen sich nur die wenigsten TV-Sender ein attraktives Gegenprogramm auszustrahlen.

Am Sonntag startet Arte einen Versuch: Um 20.15 Uhr zeigt der deutsch-französische Sender den zweistündigen Anime-Film Wie der Wind sich hebt des japanischen Regisseurs Hayao Miyazaki als Free-TV-Premiere.

Anime im Live-Stream

Das Programm von Arte kann man nicht nur über den Fernseher empfangen, sondern auch online streamen.

Der Arte-Live-Stream ist auch Teil von verschiedenen Apps. So könnt ihr mit der App von TV-Spielfilm, einem Kooperationspartner der Huffington Post, den Anime kostenlos streamen.

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Der Traum vom Fliegen

Im Mittelpunkt des Zeichentrick-Dramas steht Flugzeugingenieur Jiro Horikoshi, der als Junge vom Fliegen träumt und Pilot werden will. Seine Kurzsichtigkeit verhindert das - stattdessen macht er Karriere als Flugzeugingenieur.

In der Zeit um den Zweiten Weltkrieg entwickelt Horikoshi einen Flieger, der unter anderem für den Angriff auf den Stützpunkt der US-Navy in Pearl Harbor eingesetzt wird.

Ein Trickfilm nach Tatsachen

Der mehrfach ausgezeichnete Animationsfilm basiert auf einer wahren Begebenheit. Flugzeugerfinder Horikoshi wird dabei nicht als unkritischer Held verherrlicht.

Er holt sich seine Inspiration in den Junkers-Werken in Dessau, einer der größten Rüstungsschmieden im Zweiten Weltkrieg. Und an seiner Lebensgeschichte wird deutlich, dass aus Träumen schnell auch Alpträume werden können - und aus Wunderwerken der Technik Mördermaschinen mit zerstörerischer Wucht.

Das letzte Werk von Hayao Miyazaki

Im Sommer 2014 sahen laut Filmförderungsanstalt mehr als 50.000 Zuschauer in deutschen Kinos den Film von Oscarpreisträger Hayao Miyazaki (Chihiros Reise ins Zauberland), der nach dessen Angaben sein letztes Werk sein soll.

Mit eindrücklichen Bildern vom Krieg, von Erdbeben und von der Leichtigkeit des Fliegens verknüpft der Regisseur und Mitbegründer des legendären japanischen Zeichentrickstudios Ghibli Historie mit einer tragischen Liebesgeschichte und viel Stoff für Technikaffine.

Zudem gilt der Anime als ein Porträt vom Japan der 1920er und 1930er Jahre samt Wirtschaftskrise und Tuberkulose-Epidemie.

Wie der Wind sich hebt ist der Auftakt zu einer Trickfilmreihe bei Arte. Direkt im Anschluss um 22.15 Uhr zeigt der Sender den Anime-Klassiker Akira aus dem Jahr 1988.

Mit dpa-Material

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(cho)