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Deutschland gegen Ukraine: 8 wichtige Erkenntnisse des EM-2016-Auftakts

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LILLE NEUER
Manuel Neuer hat gegen die Ukraine viel zu tun | MARTIN BUREAU via Getty Images
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  • Deutschland gewinnt glücklich 2:0 gegen die Ukraine
  • Steigerung bei EM 2016 dringend nötig
  • Auf Löw warten einige Baustellen

Puh, das war nicht souverän. Die deutsche Nationalmannschaft tut sich bei ihrem Auftaktspiel bei der Euro 2016 extrem schwer und hat viel Glück, dass die Ukrainer keinen Treffer bejubeln dürfen.

Die Euphorie über die drei Punkte nach dem 2:0 ist groß, doch die Art und Weise des Zustandekommens drückt aufs Gemüt. Die Huffington Post hat die acht wichtigsten Erkenntnisse der Partie zusammengefasst:

1. Manuel Neuer ist in Super-Form

Was der dreimalige Welttorhüter hinten in seinem Kasten kredenzte, war Weltklasse! Super-Man(u)! Der Bayern-Keeper kann nicht nur wahnsinnig gut kicken, er zeigte gegen die Ukraine auch unfassbare Reaktionen. Bitte weiter so!

2. Gerd Gottlob zuzuhören macht Spaß

“Boatong!” – Okay, das war ein kleiner Versprecher des ARD-Kommentators, aber insgesamt war es ein sehr angenehmer Auftritt des Fußballfachmanns Gottlob. Ihm nimmt man die Emotionen einfach ab. Bravo!

3. Jerome Boateng kann sogar gegen sich selbst retten

Es ist die Szene des Spiels: Dem Abwehr-Boss springt in der 37. Minute der Ball unglücklich gegen den Oberschenkel. Ball und Boateng fliegen Richtung deutsches Tor. Der Spieler dreht sich blitzschnell und kann die Kugel noch vor der Torlinie wegschlagen, ehe er ins Netz kracht.

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Die Reaktionen im Netz sind teilweise genial:

Auch sonst machte Boateng ein Klasse-Spiel, schmiss sich in jeden Zweikampf. Davon musste er viele führen, denn…

4. Die Offensivabteilung arbeitet nicht gut nach hinten

Wie Boateng selbst in der ARD sagte: “Wir greifen gemeinsam an und wir verteidigen gemeinsam. Da können wir uns durchaus noch steigern.” Tatsächlich war die Defensivarbeit der deutschen Offensivabteilung recht schwach, die Ukrainer konnten die vorderen Reihen zu leicht überspielen.

5. Jogi Löw hat sich verzockt

… bei seiner Kleiderwahl. Das anfangs noch gut aussehende dunkelgraue T-Shirt offenbarte schnell die Nervosität des Bundestrainers. Das Resultat: Riesige Schweißflecken unter seinen Achselhöhlen. Und dann auch noch das:

6. Toni Kroos ist unser wichtigster Mann in der Zentrale

Oft wird er ja gerne mal übersehen, weil er so schnörkellos spielt. Doch Kroos’ unaufgeregtes Aufbauspiel, seine klugen Pässe und grandiosen Standards werden mittlerweile auch von den größten Fußballlaien wahrgenommen. Seine Freistoßflanke vorm 1:0 – ein Augenschmaus! Hätte Özil in der 87. Minute auch noch seinen genialen Steilpass verwertet…

7. Ohne echten Stürmer wirkt die DFB-Elf zu ungefährlich

Löw entschied sich für Mario Götze als Spitze statt Mario Gomez – und vorne fehlte Deutschland einfach die Wucht. Dieser Vorwurf geht nicht allein an Götze, denn der wurde oft genug von Özil, Müller und Draxler allein gelassen. Solange die Ukrainer massiv standen, fehlte die Durchschlagskraft. Vielleicht es also doch mal mit Gomez probieren, Herr Löw?

Vielen Beobachtern ist es zu viel Kleinklein. “Noch ‘n Haken und noch ‘n Haken – da muss man einfach mal abdrücken”, sagte Horst Hrubesch in der ARD. Der Trainer der U21 fordert “nicht noch mal einen Pass, sondern einen Abschluss”.

8. Bastian Schweinsteiger ist wieder da

Da muss man sich einfach mitfreuen: Die ergraute Fußball-Eminenz macht wenige Minuten nach seiner Einwechslung das 2:0. Welch ein Comeback nach langer Verletzungspause! Vor seinem Treffer war der 31-Jährige beim Konter über 60 Meter übers Feld gesprintet. Ein Tor des Willens. Ein Zeichen: Der Kapitän ist wieder da. Jetzt kann es richtig losgehen!

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(bp)