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Eklat in Bayern: Bürgermeister nimmt Stellung zum Burkini-Verbot

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BURKINI
Eklat in Bayern: Bürgermeister nimmt Stellung zum Burkini-Verbot | dpa
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  • Immer mehr deutsche Städte verbieten weiblichen Badegästen das Tragen von Burkinis
  • Der Bürgermeister im bayrischen Neutraubling nahm nun zum Verbot in seiner Gemeinde Stellung

In der bayrischen Stadt Neutraubling im Landkreis Regensburg dürfen muslimische Frauen im Hallenbad keine so genannten Burkinis tragen. Badegäste hatten sich über die Ganzkörperschwimmanzüge beschwert. Jetzt erklärt der Bürgermeister Neutraublings, Heinz Kiechle, die umstrittene Verbots-Entscheidung.

Im Interview mit der Zeitung "Die Welt“ sagte Kiechle, Besucherinnen aus Regensburg hätten ihm eine E-Mail geschickt, in denen sie wissen wollten, "wie hygienisch das denn sei".

Besucherinnen beschweren sich

Zudem sollen die Absenderinnen gefragt haben: "Müssen wir Deutschen uns denn alles gefallen lassen?“

Kiechle verweist darauf, dass die Benutzungssatzung des Hallenbads darauf verweist, dass Baden nur in "allgemein üblicher Badebekleidung" erlaubt sei. Zudem dürfe man nur "gründlich geduscht“ ins Wasser, was bei "wallenden Gewändern“ ein Problem darstellen könne.

Der Bürgermeister bezeichnete dagegen Vorwürfe er sei rassistisch als "absurd“. Kiechle erklärte: "Ich habe schon als Religionslehrer in den 80er-Jahren Klassen in die Moschee mitgenommen, da wussten viele noch gar nicht, dass wir hier in Neutraubling überhaupt eine haben.“

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(LK)