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EM-Auftakt von Gewalt überschattet: Englische Fans randalieren in Marseille - Lage eskaliert

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  • Vor der heutigen Partie zwischen England und Russland kam es zu schweren Ausschreitungen in Marseille
  • Fans gingen mit Flaschen, Stühlen und Feuerwerkskörpern aufeinander los
  • Für den Spieltag droht nun eine neue Eskalation
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Erster Tag der EM und bereits zwei Ausschreitungen abseits des Spielfelds: Einen Tag vor dem Spiel England gegen Russland kämpfte die Polizei in Marseille erneut gegen Hooligans. Für den Spieltag befürchten die Behörden nun eine neue Eskalationsstufe.

Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag war es vor einem Pub im Süden der Stadt zu einer Straßenschlacht zwischen Engländern und Einheimischen gekommen.

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Am Freitagnachmittag und auch in der Nacht auf Samstag dann erneute Auseinandersetzungen: Englische und russische Fans gingen im Alten Hafen der südfranzösischen Großstadt aufeinander los. Es flogen Flaschen und Stühle. Einige setzten Pyrotechnik ein. Die verbalen Attacken sollen es auch in sich gehabt haben.

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Die Polizei setzte Tränengas ein, um die singende und fahnenschwenkende Menge auseinanderzuhalten. Als einer der Fans eine Bierflasche auf ein Polizeifahrzeug warf, nahmen die Beamten ihn fest und führten ihn in Handschellen ab:

"Die Gruppen von englischen und russischen Fans wurden getrennt", gab die Polizei von Marseille bekannt. Zwei Personen seien verhaftet worden.

Die gewaltsamen Vorfälle rufen schlechte Erinnerungen an Ausschreitungen von gewalttätigen Briten in der Hafenstadt während der Fußball-WM 1998 hervor.

Der englische Fußballverband hatte am Freitag vor den neuen Krawallen mitgeteilt, er sei enttäuscht über die Tumulte vom Vorabend. Er rief die Fans auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten und das Spiel gegen Russland zu genießen.

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Über 1000 Polizisten sind heute im Einsatz, wenn schätzungsweise 70.000 englische Fans und 20.000 Russen in der Stadt am Mittelmeer ihre Teams hoffentlich friedlich anfeuern.

Mit Material der dpa

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(lk)