Huffpost Germany

Vor Brexit-Referendum: Schäuble findet deutliche Worte - "Können nicht einfach so weitermachen"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SCHUBLE
Schäuble warnt vor den Folgen des Brexit | Benoit Tessier / Reuters
Drucken
  • Am 23. Juni stimmen die Briten über einen Verbleib in der Europäischen Union ab
  • In einem Interview warnte Finanzminister Schäuble vor den Folgen des sogenannten Brexit
  • Das Referendum müsse eine Mahnung für die EU sein

Es sind nunmehr knapp zwei Wochen, bis die Briten am 23. Juni über den Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union abstimmen. Wie das Referendum ausfallen wird, ist völlig ungewiss. Meinungsforscher sehen beide Lager gleichauf.

Doch wie würden die europäischen Staaten auf einen Austritt der Briten aus der EU reagieren? Im Interview mit dem "Spiegel" sprach sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gegen eine weitere Vertiefung der Staatengemeinschaft aus: "Wir könnten als Antwort auf einen Brexit nicht einfach mehr Integration fordern", erklärte der CDU-Politiker.

Mehr Integration zu fordern "wäre plump"

"Das wäre plump, viele würden zu Recht fragen, ob wir Politiker noch immer nicht verstanden haben", sagte er. Auch wenn sich die Briten doch für einen Verbleib in der Europäischen Union aussprechen, könne man laut Schäuble nicht einfach so weitermachen. Das Referendum müsse als Mahnung verstanden werden.

Schäuble warnte zudem, dass die Abstimmung negative Folgen für Großbritanniens Partnerländer haben könnte: "Meine Amtskollegen in der Eurozone und ich werden alles tun, um diese Folgen zu begrenzen. Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor, um die Gefahren einzudämmen."

"Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor"

Ebenso sei es nicht ausgeschlossen, dass das britische Modell Schule machen werde und auch weitere Staaten über einen Austritt aus der Gemeinschaft abstimmen könnten.

"In is in, out is out"

Der CDU-Politiker warnte die Briten vor den wirtschaftlichen Folgen: "Es wäre ein Wunder, wenn ein Ausscheiden Großbritanniens ohne ökonomische Nachteile bliebe", sagte er dem "Spiegel".

Ein Brexit sei ebenso ein Votum gegen den europäischen Binnenmarkts. Das Land könne, anders als etwa Norwegen und die Schweiz, nicht mehr dessen Vorzüge genießen. "In is in, out is out", sagte Schäuble.

Auch auf HuffPost:

Das ist die böseste Abrechnung mit der Kanzlerin, die ihr heute hören werdet


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(lk)