Huffpost Germany

"Dann geht die EU kaputt": Gregor Gysi warnt im HuffPost-Interview vor einer Fortsetzung der Großen Koalition

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Im Interview mit der Huffington Post spricht sich Gregor Gysi für eine Rot-rot-grüne Koalition im Bundestag aus
  • Deutschland brauche dringend eine Politikwechsel
  • Das ganze Interview seht ihr im Video oben

Gregor Gysi ist ein Mann der klaren Worte. Im HuffPost-Interview spricht er darüber, was sich für ihn seit dem Rücktritt als Fraktionsvorsitzender geändert hat. Er sei nun "der bekannteste Hinterbänkler" des Bundestags.

Auch über die aktuelle Flüchtlingspolitik und die AfD steht Gysi Rede und Antwort. Er spricht sich für eine Koalition aus SPD, Grünen und Linke nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr aus.

"Deutschland braucht einen Wechsel"

"Wir brauchen ein anderes Deutschland, wir brauchen einen Wechsel", erklärt Gysi im Interview mit der HuffPost. Sollte die Große Koalition unter Führung der CDU auch nach 2017 weitergeführt werden, drohe nicht nur ein weiterer Zuwachs der rechten Kräfte in Deutschland - "Ich sehe auch eine große Gefahr, dass die EU kaputt geht", warnt der 68-Jährige.

Die Frage, ob er sich als Bundespräsident vorstellen könne, verneinte er: "Ich bin kein präsidialer Typ".

Harsche Kritik übt Gysi auch am türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan, von dem sich Bundeskanzlerin Merkel seiner Meinung in der Flüchtlingspolitik erpressen lassen habe: "Erdogans Verhalten ist indiskutabel. Er führt die Türkei Schritt für Schritt in einen autokratischen Staat."

Ihr habt ein spannendes Video?
Die Huffington Post ist eine Plattform für alle Perspektiven. Wenn ihr Themen mit eurem Videokommentar vorantreiben wollt, schickt eure Videos an unser Videoteam unter video@huffingtonpost.de.


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

(pt/sch/lk)