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Kampf gegen Armut: Bill Gates will 100.000 Hühner spenden

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BILL GATES CHICKEN
Bill Gates mit den Hühnern | Mike Segar / Reuters
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  • Bill Gates hat eine neue - überraschende - Aktion im Kampf gegen Armut gestartet
  • Der Milliardär will 100.000 Hühner in Entwicklungsländer schicken

Bill Gates startet eine neue Aktion im Kampf gegen Armut, die zunächst merkwürdig erscheinen dürfte, aber einen gut durchdachten Hintergrund hat. Er will 100.000 Hühner in Entwicklungsländer schicken.

Seine Idee stellte er am Mittwoch in New York vor. Für die Initiative arbeitet seine Stiftung Bill & Melinda Gates Foundation mit der NGO Heifer Foundation zusammen.

Hühner sind laut Bill Gates eine gute Einnahmequelle

Zum Hintergrund seines Projekts schreibt der Microsoft Gründer in seinem Blog, für Menschen, die mit zwei Dollar pro Tag auskommen müssten, seien die Hühner eine sehr gute Einnahmequelle.

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"Sie sind einfach und billig großzuziehen" und "eine gute Investition". Außerdem "fördern sie die Gesundheit von Kindern" und bieten "proteinreiche" Eier. "Bauern, die mit fünf Hühnern starten, könnten mit einem geliehenen Hahn die Hennen befruchten. Somit könnten sie innerhalb von ungefähr drei Monaten 40 Küken haben."

Gates möchte erreichen, dass mehr Familien in Afrika Hühner besitzen

Diese Küken kosten in Westafrika umgerechnet etwa fünf Dollar pro Stück. Wenn der Bauer sie verkauft, würde er damit 200 Dollar in einem Quartal verdienen. In einem Jahr wären das 1000 Dollar, das liegt über der extremen Armutsgrenze von 700 Dollar. Die extreme Armutsgrenze wurde von der Weltbank festgelegt.

Mit Partnern im subsaharischen Afrika versucht Gates, ein nachhaltiges Marktsystem für Geflügel einzuführen. Dabei achtet er besonders darauf, dass die Hühner geimpft werden und in der neuen Umwelt überlebensfähig sind.

Gates möchte erreichen, dass bald 30 Prozent der Familien in Westafrika Hühner besitzen. Das wäre ein Anstieg um 25 Prozent gegenüber dem derzeitigen Zustand.

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(lk)