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Eklat bei Ali-Beerdigung: Erdogan reist empört ab

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  • Recep Tayyip Erdogan hat bei der Trauerfeier für Muhammad Ali für einen Eklat gesorgt
  • Der türkische Präsident hat die Beerdigung frühzeitig verlassen
  • Angeblich war ihm verboten worden, aus dem Koran vorzulesen
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat bei den Trauerfeierlichkeiten von Mohammed Ali für einen Eklat gesorgt.

Eigentlich wollte Erdogan dem am Freitag im Alter von 74-Jahren verstorbenen Boxer seine letzte Ehre erweisen, doch wie "Spiegel Online" berichtet, hat der Präsident die Zeremonie in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky frühzeitig verlassen.

Der beleidigte Präsident reiste verfrüht ab

Hintergrund seiner vorzeitigen Abreise von der muslimischen Gebetszeremonie waren offenbar schwere Differenzen mit den Organisatoren der Beerdigungszeremonie.

Der Politiker wollte bei der Trauerfeier ein Stück des mit Koranversen verzierten Stoffes aus der großen Moschee in Mekka auf Alis Sarg legen. Dies sei ihm allerdings nicht gestattet worden.

Auch ein gemeinsames Zitieren von Koranversen mit einem sunnitischen Geistlichen wurde ihm verwehrt. Wie die türkische Zeitung "Hürriyet" berichtet, soll Erdogan darüber so sehr enttäuscht gewesen sein, dass er kurzerhand die Heimreise antrat.

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(ca)