Huffpost Germany

Keine Lokführer mehr nötig: Bahn will führerlose Züge auf die Schiene schicken

Veröffentlicht: Aktualisiert:
LOKFUEHRER
Keine Lokführer mehr nötig: Bahn will führerlose Züge auf die Schiene schicken | dpa
Drucken
  • Spätestens im Jahr 2023 will die Deutsche Bahn keine Züge mehr mit Lokführern auf die Schienen schicken
  • Damit soll das autonome Fahren der Züge ermöglicht werden
  • Bahnchef Grube ließ wissen, dass erste Tests bereits im Erzgebirge laufen

Die Bahn will in wenigen Jahren Züge ohne Lokführer auf die Schienen in Deutschland schicken. "Ich rechne damit, dass wir 2021, 2022 oder 2023 so weit sind, dass wir in Teilen unseres Netzes vollautomatisch fahren können", sagte Bahnchef Rüdiger Grube der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Das autonome Fahren ist in einem komplexen Schienensystem, in dem schnelle und langsame Personenzüge sowie Güterzüge fahren, schwieriger als bei einer U-Bahn - aber es ist möglich."

Grube: Die Bahn muss wettbewerbsfähig bleiben

Grube sagte, die ersten Tests liefen bereit, so sei ein Testfeld bei der Erzgebirgsbahn aufgebaut. Angesichts der Digitalisierung müsse die Bahn wettbewerbsfähig bleiben, betonte der Konzernchef.

Zudem wolle das Staatsunternehmen die Daten, die sie gewinnt, besser nutzen. Dazu seien der Aufbau einer eigenen Gesellschaft und eine weitreichende Zusammenarbeit mit Start-ups geplant.

Das geplante Aus bei den Nachtzügen will die Bahn indes doch noch einmal überprüfen. "Unsere Nachtzüge schreiben tiefrote Zahlen. Wir bemühen uns aber, noch in diesem Jahr ein Konzept vorzulegen, mit dem es auch künftig in Deutschland Nachtzugverkehr geben wird", sagte Grube.

Grube verteidigt Stellenkürzungen im Güterverkehr

So erwägt die Bahn schon länger, das verlustreiche Geschäft an die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) abzugeben. Anhänger der sogenannten City Night Liner hatten mit einer Unterschriftenaktion gegen die Streichungspläne protestiert.

Grube verteidigte auch die Stellenstreichungen im Güterverkehr. Die Bahn müsse "produktiver und flexibler" werden. Bei der Güterbahn DB Cargo droht der Wegfall von 2100 Arbeitsplätzen sowie 215 kleineren der insgesamt 1500 Verladestationen.

Auch auf HuffPost:

9 Gründe, warum gute Mitarbeiter kündigen


Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Artenschutz ist eines der größten Umweltziele weltweit. Einer der gefährdetsten Tiere ist der Ameisenbär in Costa Rica. Das Projekt Tropica Verde hilft dabei, den Bestand der kleinen Tiere in der Region zu sichern. Mit einer Spende könnt ihr die Familienzusammenführung unterstützen.

Noch immer werden Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne abgeschlachtet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere. Um die kümmert sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, die ihr hier unterstützen könnt.

Das Projekt OroVerde - Die Tropenwaldstiftung hilft, eines der wertvollsten Regenwaldgebiete Guatemalas zu erhalten - indem Menschen aus aller Welt Bäume kaufen. Hier geht es weiter zum Projekt.