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"Knallcharge": Ausgerechnet Law-and-Order-Politiker Gauland bepöbelt Polizisten

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ALEXANDER GAULAND
"Knallcharge": Law-and-Order-Politiker Gauland bepöbelt Polizisten | dpa
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  • AfD-Vize-Chef Gauland hat in einem Interview Verkehrspolizisten als "Knallchargen" bezeichnet
  • Zuvor hatte Gauland zugegeben, seinen Jaguar häufiger im Halteverbot zu parken
  • Brandenburgs Polizeigewerkschaft kritisiert Gaulands Äußerungen

Es ist schon bizarr: In der Welt von AfD-Vize-Chef Alexander Gauland und seiner Partei hat die Flüchtlingskrise mancherorts vor allem eins mit sich gebracht: rechtsfreie Räume.

Die laut AfD-Parteiprogramm "falsche Migrations- und Integrationspolitik" der Bundesregierung habe zu einer "bisher nie gekannten Dimension krimineller Aktivitäten" in Deutschland geführt, heißt es weiter.

Gauland parkt seinen Jaguar regelmäßig im Halteverbot

Dabei hält sich Gauland selber nicht immer an Recht und Ordnung.

Zumindest geht das aus einem Bericht der "Bild"-Zeitung hervor, nach dem der AfD-Vize mit seinem Jaguar gerne mal vor dem Brandenburger Parlament im Halteverbot steht.

Seine lapidare Begründung: "Parkverbote finde ich lästig. Die kann man auch brechen.“ Laut "Bild" habe es Gauland "am liebsten, wenn alle Verkehrsschilder verschwinden."

Für einen Politiker, dessen Partei eine Art Law-and-Order-Politik für Migranten propagiert, sind das, nun ja, ungewöhnliche Ansichten.

Gauland bezeichnet Polizisten als "Knallchargen"

Gauland geht sogar noch weiter: Am meisten ärgere ihn die Verkehrspolizei, zitiert ihn das Blatt. "Und dann steht immer so 'ne Knallcharge mit diesem komischen Blitzergerät rum. Nur weil Sie nicht rechtzeitig von 100 auf 80 runter gegangen sind, haben Sie schon einen Punkt. Das finde ich ganz schlimm."

Brandenburgs Polizeigewerkschafts-Chef übt massive Kritik an Gaulands nächster Entgleisung: "Eine bodenlose Frechheit" nennt er die Beleidigung seiner Kollegen. "Ich fordere Herrn Gauland auf, sich bei allen Polizisten zu entschuldigen."

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Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

(bp)