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Tornado in Hamburg: Diese Bilder wirken wie aus einem Katastrophenfilm

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  • In Hamburg wurde aufgrund von Unwettern der Ausnahmezustand ausgerufen
  • Eine Windhose fegte über den Osten der Stadt - ob es sich um einen Tornado handelte, ist noch unklar
  • Im Video: Die Windhose über Hamburg - so sah es aus

Es sind Bilder wie aus einem amerikanischen Katastrophenfilm: Ein Windhose fegt über den Osten Hamburgs und deckt Dächer und knickt Bäume um. "Auf Hunderten Metern Länge gibt es massive Schäden", sagte ein Feuerwehrsprecher am späten Dienstagabend. Die Einsatzleitung hat den Ausnahmezustand erklärt. Verletzt wurde niemand.

Schuld an der Zerstörung ist "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ein Tornado, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ein Tornado ist als eine Windhose definiert, deren "Rüssel" den Boden erreicht. Angesichts der Bilder und Berichte über entwurzelte Bäume, Hagel mit mehr als drei Zentimetern Größe und Starkregen, könne dies angenommen werden.

Hamburger Feuerwehrmann: "Wir müssen uns den Weg freikämpfen"

Die Einsatzkräfte vor Ort haben mit zahlreichen Widrigkeiten zu kämpfen. "Wir müssen uns den Weg freikämpfen", sagte der Feuerwehr-Sprecher.

Überall liegen Bäume auf der Straße, die Sägen der mehr als 1000 Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und anderen Einrichtungen dröhnen durch die Nacht. Dutzende umgestürzte Bäume lägen allein auf einer vierspurigen Straße, sagte der Feuerwehr-Sprecher.

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Eine Windhose, möglicherweise ein Tornado, im Stadtteil Bramfeld

Das stark beschädigte Dach eines neungeschossigen Hochhauses habe gerade noch vor dem Absturz gesichert werden können. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, Keller liefen voll.

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Dieses Bild wurde in Farmsen gemacht. Es legt nahe, dass es sich bei der Windhose um einen Tornado handelte

Eine Kleingartenanlage im Stadtteil Farmsen gleicht einem Trümmerfeld. Gartengeräte und Rohre liegen durcheinander, eine Laube ist völlig weggerissen, nur ein Sofa steht noch im Freien. Der Tornado habe nur wenige Minuten gedauert, sagte eine 47-jährige Laubenbesitzerin, deren Gartenhaus schwer beschädigt wurde.

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Die Feuerwehr erklärte den Ausnahmezustand für den Osten Hamburgs

Die Einsatzkräfte rückten nach Angaben der Feuerwehr innerhalb weniger Stunden bereits zu mehr als 300 Einsätzen aus. "Mehr als die Hälfte aller in Hamburg verfügbaren Feuerwehrkräfte ist im Einsatz, damit gilt der Ausnahmezustand", sagte der Sprecher. Darüber hinaus warteten noch zahlreiche weitere, unbearbeitete Not- und Hilferufe nach dem Unwetter.

Dazu passend: Ein Paar will einen Tornado filmen - dann fliegen die Fetzen im Auto

Die Aufräumarbeiten sollten mindestens noch die ganze Nacht über dauern. Mithilfe eines Helikopters der Bundespolizei mussten sich die Helfer am Abend zunächst ein Bild vom Ausmaß der Verwüstung machen.

Auch etwas abseits der Schneise, die der Sturm hinterlassen hat, kam es in der Hansestadt vereinzelt zu schweren Schäden. Im Stadtteil Rahlstedt fing laut Feuerwehr ein Dachstuhl nach einem Blitzeinschlag Feuer - in Sasel wurde eine Straße überschwemmt. Satellitenbildern zufolge seien örtlich teils mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen, sagte die DWD-Sprecherin.

Mit Material der dpa

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