Huffpost Germany

Tourismusunternehmer Öger wittert Verschwörung aus der Türkei: "Man will mich vernichten"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
OEGER
Der Unternehmer erhebt schwere Vorwürfe gegen die türkische Regierung | dpa
Drucken
  • Gegen den bankrotten Reiseunternehmer Vural Öger wurde ein Arrestbefehl erlassen
  • Nun wittert Öger eine Verschwörung von Seiten Erdogans
  • Der türkische Staat wolle ihn wegen seiner kritischen Haltung zur Regierung Erdogan vernichten

Wegen verschiedener Vermögensmanipulationen hat das Landgericht Frankfurt einen Arrestbefehl gegen den Tourismusunternehmer Vural Öger erlassen.

Nun hat der einstige Vorzeige-Business-Man, der mit seinem Unternehmen Öger Tours in den 1970er Jahren quasi im Alleingang die Pauschalreisen in die Türkei erfand, zu den Vorwürfen Stellung bezogen. Im Gespräch mit der "Welt" sagte Öger, er wittere eine Verschwörung der Türkei: "Man will mich vernichten", sagte er der Zeitung.

"Ich habe immer wieder Drohungen bekommen"

Als Grund nannte der Unternehmer, der auch für zwei Staffeln der Jury der Vox-Sendung "Die Höhle des Löwen" angehörte, seine kritischen Haltung gegenüber der türkischen Regierung. "Ich habe immer wieder Drohungen aus der Türkei bekommen, weil ich mich gegen die Staatsführung ausgesprochen habe", erklärte er.

Der frühere SPD-Europaabgeordnete war in der Vergangenheit einer der wenigen türkischen Unternehmer, die sich offen gegen die Politik von Präsident Recep Tayyip Erdogan ausgesprochen hatten.

Öger wird vorgeworfen, in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Freunden und Verwandten systematisch sein Vermögen reduziert zu haben. Offenbar ahnte er, dass er in den laufenden gerichtlichen Auseinandersetzungen mit einem früheren Geschäftspartner am Ende mit seinem privaten Reichtum würde haften müssen.

Auch auf HuffPost:

So deutlich wie Martin Schulz hat noch kein deutscher Spitzenpolitiker Erdogan kritisiert


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

(lk)