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Missbrauchsvorwürfe: CSU-Politiker gibt Sex mit 15-Jähriger zu

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Missbrauchsvorwürfe: CSU-Politiker Brückner gibt Sex mit Jugendlicher zu | dpa
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  • Ein CSU-Landestagsabgeordneter hat den sexuellen Missbrauch einer Jugendlichen zugegeben
  • Am Dienstag hatte der Politiker alle seine Ämter niedergelegt
  • CSU-Chef Seehofer befürchtet einen Image-Schaden für die Partei

Einen Tag nach seinem Rücktritt hat der ehemalige CSU-Landtagsabgeordnete Michael Brückner Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen eingeräumt.

"Herrn Brückner werden zwei einvernehmliche sexuelle Handlungen mit einer Jugendlichen gegen Entgelt vorgeworfen. Die erste Begegnung fand am Tag vor dem 16. Geburtstag der Jugendlichen statt. Bei dem zweiten Treffen kam es zum Geschlechtsverkehr", heißt es in einer Erklärung seiner Rechtsanwältin Franziska Fladerer vom Mittwoch.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen gegen Brückner ermittelt.

"Herr Brückner schämt sich zutiefst für sein Verhalten"

Der Kontakt zu dem Mädchen war der Erklärung zufolge über öffentliche Inserate der Jugendlichen zustande gekommen. "Herr Brückner schämt sich zutiefst für sein Verhalten und dankt seiner Familie für die Unterstützung."

Brückner hatte am Dienstag unter Verweis auf private Gründe den Rücktritt von seinen Ämtern in der Partei und beim Bayerischen Bauernverband erklärt und sein Mandat niedergelegt.

CSU-Bezirkschef Markus Söder sagte am Dienstag auf Nachfrage der "Nürnberger Nachrichten": "Als ich das gehört habe, war ich sehr schockiert." Der Finanzminister sprach von "schweren Verfehlungen". Deshalb sei "die Entscheidung Brückners, von allen Ämtern zurückzutreten, richtig".

Auch Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer bezeichnete den Rücktritt des CSU-Landtagsabgeordneten Michael Brückner als richtig und unausweichlich.

"Eine solche Sache betrübt die Menschen"

"Michael Brückner hat einen gewaltigen Fehler gemacht, und für den muss er auch die vollen Konsequenzen tragen", sagte Seehofer am Mittwoch vor einer CSU-Fraktionssitzung im Landtag in München. "Jetzt muss die Justiz diese Angelegenheit aufarbeiten."

Seehofer sagte, er fürchte wegen der Affäre Schaden für die CSU. "Eine solche Sache betrübt die Menschen, ist doch klar, mich persönlich auch ungewöhnlich."

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(lp)