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Nie mehr rote Ampeln: Mit dieser App sollen Radfahrer schneller an ihr Ziel kommen

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Eine App soll Radfahrer rote Ampeln ersparen | dpa
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  • Immer mehr Städte und Gemeinden wollen das Radfahren fördern
  • Eine neue App soll Radfahrern nun eine "grüne Welle" bescheren
  • Autofahrer müssten allerdings mit mehr Rotphasen rechnen

London, Paris und Berlin: Immer mehr Metropolen in Europa versuchen, möglichst viele Verkehrsteilnehmer zur Nutzung des Fahrrads zu bewegen. Aufs Rad umzusteigen tut nicht nur der Umwelt gut, es hilft auch dabei, Staus und Luftverschmutzung in den Städten zu vermeiden.

Um das Fahrrad als Verkehrsmittel attraktiver zu machen, gibt es viele Ansätze - etwa den Bau von sogenannten "Fahrrad-Highways", die quer durch die Städte führen sollen.

Siemens hat nun eine App entwickelt, mit der die Behörden die Nutzung des Fahrrads weiter fördern sollen.

Eine App für die "grüne Welle"

Die App kommuniziert mit den Ampeln auf der Strecke und sorgt so für eine optimierte Ampelschaltung: Radfahrer sollen im Idealfall, ohne an roten Ampeln anhalten zu müssen, durch eine "grüne Welle" so schnell wie möglich ans Ziel gelangen.

Doch die App spart nicht nur Zeit, sondern auch Kraft: Radfahrer wissen nur zu gut, dass sie wiederholtes Anhalten und Absteigen an roten Ampeln gehörig aus dem Tritt und ins Schwitzen bringen können.

Ähnliche technische Innovationen gibt es auch für Autos: BMW brachte eine App auf den Markt, mit der Autofahrer einen Countdown der aktuellen Ampelphase angezeigt bekommen.

Siemens geht allerdings noch einen Schritt weiter: Die App des Unternehmens benachrichtigt die Verkehrszentrale, sobald der Radfahrer einen virtuellen Punkt etwa sechzig Meter vor der Ampel erreicht. Dort wird dann ein Signal ausgesendet, welches die Radfahrerampel auf Grün umstellt.

Autos haben das Nachsehen

Sollte sich die Neuerung durchsetzen, müssten Autofahrer in den Innenstädten mehr Zeit einplanen. Doch auch Radler, die sich nicht auf den ausgewählten Strecken bewegen, dürften länger brauchen, um an ihr Ziel gelangen. Offen ist auch noch, wie die App mit mehreren Signalen umgeht, wenn viele Radfahrer versetzt auf eine Ampel zufahren.

Laut Siemens hätten bereits mehrere deutsche Städte Interesse an dem System angemeldet. Zum Einsatz kommen soll die App dort, wo viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Etwa auf den vielbefahrenen Straßen zu den Universitäten.

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(ben)