Huffpost Germany

Santiago de Chile könnte bald als erste Stadt die U-Bahn komplett mit Solarenergie betreiben

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SANTIAGO SUBWAY
Santiagos U-Bahn fährt bald fast ausschließlich mit Ökostrom. | Ivan Alvarado / Reuters
Drucken
  • Chiles Hauptstadt geht einen revolutionären Schritt im Nahverkehr
  • Ab dem kommenden Jahr sollen die U-Bahnen in Santiago de Chile fast vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden
  • Die Initiative ist Teil einer groß angelegten, 2011 gestarteten Umwelt-Kampagne

Die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile geht beim öffentlichen Nahverkehr einen bislang einmaligen Weg: Die Metro der 6,5-Millionen-Einwohner-Metropole fährt als weltweit erste U-Bahn ab dem kommenden Jahr weitestgehend mit Ökostrom.

Sonnenenergie aus der sonnigsten Region der Erde

300 Gigawattstunden Strom will die Stadt dafür aus einer Fotovoltaikanlage in der etwa 400 Kilometer entfernten Atacama-Wüste beziehen. Das berichtet die Website "fastcoexit". In der Atacama im Norden des Landes fällt nicht nur so gut wie kein Regen, die Wüste gilt allgemein als die sonnigste Region der Erde.

Die Betreiber der Metro rechnen damit, dass ab 2017 60 Prozent des für den Nahverkehr benötigten Stroms aus Solarenergie gewonnen werden kann. 18 Prozent des Energiebedarfs soll eine Windenergie-Farm in der unweit der Metropole gelegenen Stadt San José beisteuern.

Das größte Metronetz Südamerikas

Die chilenische Hauptstadt verfügt über das größte U-Bahnnetz Südamerikas. Das Streckennetz mit seinen fünf Linien und insgesamt 108 Stationen hat eine Länge von 103 Kilometern. Bis 2020 sollen noch weitere 42 Kilometer hinzukommen. Zum Vergleich: Die Berliner U-Bahn hat heute 10 Linien mit insgesamt 145 Kilometern Strecke.

Die Metro der Stadt befördert täglich etwa 2,2 Millionen Fahrgäste. 2011 begann die chilenische Regierung mit einem groß angelegten Ausbau der erneuerbaren Energien, der in den kommenden Jahren weiter verstärkt werden soll.

Auch auf HuffPost:

Deutschland steht vor einer dramatischen Krise - und die wird uns alle betreffen



Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Artenschutz ist eines der größten Umweltziele weltweit. Einer der gefährdetsten Tiere ist der Ameisenbär in Costa Rica. Das Projekt Tropica Verde hilft dabei, den Bestand der kleinen Tiere in der Region zu sichern. Mit einer Spende könnt ihr die Familienzusammenführung unterstützen.

Noch immer werden Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne abgeschlachtet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere. Um die kümmert sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, die ihr hier unterstützen könnt.

Das Projekt OroVerde - Die Tropenwaldstiftung hilft, eines der wertvollsten Regenwaldgebiete Guatemalas zu erhalten - indem Menschen aus aller Welt Bäume kaufen. Hier geht es weiter zum Projekt.

(lk)