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Mückenplage? Bürger sollen Insekten einschicken - aus diesem Grund

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AEDES ALBOPICTUS
Die Tigermücke entdecken Mückenjäger auch immer öfter in Deutschland. | Noppharat05081977 via Getty Images
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  • Regen und Wärme: Mückenplage droht
  • Mückenatlas bittet darum, Insekten zu fangen
  • Und Tipps: So schützt ihr euch effektiv vor Stichen

Starke Regenfälle und sommerliche Temperaturen - droht uns im Sommer 2016 eine Mückenplage? Die Vorraussetzungen dafür scheinen dafür bereits gesetzt zu sein. Forscher bitten nun darum, möglichst viele der Stechinsekten geschickt zu bekommen.

"Wir sind dankbar über jede Mücke", sagte die Biologin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) im brandenburgischen Müncheberg. Die Tiere werden für den Mückenatlas verwendet, mit dem Verbreitungsgebiete und neue eingeschleppte Arten kartiert werden.

Für die Eiablage nutzen die Mücken ruhige Wasseroberflächen in der Natur, aber auch in Regentonnen oder anderen wassergefüllten Behälter. Die größtenteils niederschlagsarmen Jahre 2014 und 2015 hatten eine eher geringe Populationsdichte der Stechmücke.

Mehr dazu: Der Mückenatlas - hier findet ihr die offizielle Seite

Problem: Stechmücken übertragen Krankheiten

Das aktuelle Wetter könnte nun ein Startschuss für ein hohes Aufkommen in der Mückensaison 2016 sein, hieß es am Montag von den Forschern. Bei den derzeitigen Bedingungen benötige die neue Mückengeneration nur rund zwei Wochen bis zum Schlüpfen.

In diesem Jahr haben Sammler laut Walther bisher rund 600 Mücken eingeschickt. Der Mückenatlas soll helfen, das Risiko für durch Stechmücken übertragene Krankheiten wie Dengue-Fieber aber auch Zika-Virus abzuschätzen.

Als besonders gefährlich gilt die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die vielleicht erfolgreich überwintern konnte - und zudem schon seit einigen Jahren mit Reisenden von Südeuropa nach Deutschland kommt. Insgesamt wurden in Deutschland seit 2007 vier invasive Arten nachgewiesen.

Wichtig für Mückenjäger

Die Forscher benötigen intakte Exemplare, zerquetschte oder platt geschlagene Tiere sind unbrauchbar. Zum Abtöten gefangener Mücken empfehlen die Forscher, sie für einen Tag ins Gefrierfach zu legen.

Um zur Bestimmung wichtige Schuppen und Borsten an bestimmten Körperstellen zu erhalten, sollten die Tiere zudem nicht direkt in einen Briefumschlag gesteckt, sondern in eine kleine Schachtel, eine flache Dose oder ein Röhrchen gelegt werden.

Mit in den Brief kommt ein Formular mit Fundangaben.

Schutz vor Stichen

Gerade wenn die Zahl der Mücken steigt, wird der Schutz vor Stichen für viele relevant. Menschen, die bereits in den Tropen waren, kennen die besten Tipps besonders gut:

Anti-Mücken-Sprays mit den Wirkstoffen DEET (Beispiel: "Anti Brumm Forte") oder Icaridin (wie zum Beispiel in "Autan") gelten als besonders schützend. Das hat auch ein Test des ZDF im vergangenen Jahr gezeigt. Auf Parfüm hingegen solltet ihr hingegen verzichten.

Lange Kleidung beugt auch Sonnenbrand vor

Auch mit der richtigen Kleidung könnt ihr Stichen vorbeugen - wenn sie hell, leicht und möglichst lang ist. Mit Hosen und langärmligen Shirts schützt ihr euren Körper nicht nur vor Mücken, sondern auch vor Sonnenbrand.

Passend zum Thema: Die fünf besten Mittel gegen Sonnenbrand

In der Nacht gibt es verschiedene Hilfsmittel. Verdampfer oder Kerzen werden gerne gekauft. Doch die Dämpfe gelten nicht immer als wirksam und können zudem zu Kopfschmerzen führen, schreibt die Newsplattform "Focus Online".

Ein kleinmaschiges Moskito-Netz über dem gesamten Bett ist die vielleicht beste und erfolgreichste Alternative für die Nacht. Manche schwören auch auf Fliegengitter an Fenstern und Türen.

Mit dpa-Material

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(lk)