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Islamrat: Lehrer sollen auf fastende Schüler Rücksicht nehmen

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Islamrat: Lehrer sollen auf fastende Schüler Rücksicht nehmen | Hannibal Hanschke / Reuters
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  • Der deutsche Islamrat widmet sich in einer neuen Broschüre dem Thema "Fasten in der Schule"
  • Er schreibt, dass muslimische Schüler grundsätzlich fasten sollten
  • Die Lehrer fordert er auf, nach Kompromissenzu suchen

Müssen muslimische Schülerinnen und Schüler während des Ramadans fasten? Dieser Frage hat sich der deutsche Islamrat angenommen.

In einer neuen Broschüre mit dem Titel "Fasten in der Schule" schreibt er: Das Gebot des Fastens ist für alle Muslime bindend, die aus Sicht des islamischen Rechts als mündig (mukallaf) angesehen werden können, also erstens geistig gesund und zweitens in die Pubertät eingetreten sind."

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Lehrer sollen Kompromisse finden

Dass das Fasten für Schüler während der Schulzeit zu Problemen führen kann, erkennt auch der islamische Dachverband an: Für den Sportunterricht appelliert er an die Verantwortlichen, Lehrer und Schulleiter, Kompromisslösungen zu finden.

"Eine allgemeine Befreiung vom Fasten für Schüler kann nicht ausgesprochen werden", heißt es in der Infoschrift weiter. Wichtige Schulprüfungen seien nach kein hinreichender Grund, das Fasten zu unterbrechen, erläutern die Verfasser.

Lediglich in einem Punkt gesteht der Islam den muslimischen Jugendlichen einen Verzicht auf das Fasten zu: "Wird ein Schaden für den Schüler befürchtet, sollte die Empfehlung zu einer Unterbrechung tendieren, da der Fastentag nachgeholt werden kann", heißt es.

Montag begann der Ramadan

Für Hunderte Millionen Muslime weltweit hat am Montag der Fastenmonat Ramadan begonnen. In dem heiligen Monat sind mehr als 1,6 Milliarden Gläubige dazu aufgerufen, bis Anfang Juli von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen oder Sex zu verzichten.

Mit dem Sonnenuntergang ist es Tradition, das Fastenbrechen mit einem üppigen Festmahl im Kreis der Familie zu feiern.

Mit Material der dpa

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(bp)