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Brand in Flüchtlingsunterkunft: Sechs Flüchtlinge unter Tatverdacht

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  • In Düsseldorf ist eine Flüchtlingsunterkunft abgebrannt, 28 Bewohner zogen sich Rauchgasvergiftungen zu
  • Mittlerweile ermitteln die Behörden gegen sechs Flüchtlinge wegen Brandstiftung
  • Im Video ist das volle Ausmaß des Brandes zu erkennen

Eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte Halle auf dem Düsseldorfer Messegelände steht in Flammen. Man gehe nach der ersten Erkenntnissen von einem Vollbrand aus, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstag.

Sechs tatverdächtige Flüchtlinge

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nach aktuellem Stand gegen sechs Bewohner der Halle. Die Männer seien zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gebracht worden, teilten die Ermittler am Dienstag mit. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat gebe es nicht.

Die Halle nahe der Düsseldorfer Messe war komplett ausgebrannt. 28 Flüchtlinge zogen sich Rauchgasvergiftungen zu. Auch ein Feuerwehrmann und ein Helfer aus der Unterkunft wurden leicht verletzt.

Einige Bewohner wurden im Schlaf überrascht

Einige der Männer in der Unterkunft seien von dem Feuer im Schlaf überrascht worden, sagten Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes. Sie seien aber von Helfern rechtzeitig wachgerüttelt worden. Viele der betroffenen Flüchtlinge beobachteten die Löscharbeiten von einem Platz in der Nähe der Halle.

In der Unterkunft waren nach Angaben der Stadt 282 Männer untergebracht. Nicht alle waren beim Ausbruch des Brandes dort. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) bot an, die Bewohner in einer Landeseinrichtung unterzubringen. Bis zum Abend sollte für alle Flüchtlinge eine neue Bleibe gefunden sein.

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Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

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Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

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Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.