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Bilderberg-Vorsitzender verteidigt Geheimhaltung von Konferenz

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BILDERBERGER
Club der Mächtigen: Warum die Bilderberg-Konferenz geheim gehalten wird | dpa
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  • In dieser Woche findet die umstrittene Bilderberg-Konferenz in Dresden statt
  • Dabei debattieren einflussreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit
  • Kritik an dem vermeintlichen "Zirkel der Macht" hat jetzt der Bilderberg-Konferenz-Vorsitzende zurückgewiesen

Die Bilderberg-Konferenz ist für viele eine Art geheime Weltregierung. Vom "Zirkel der Macht " ist häufig die Rede, wenn hinter verschlossenen Türen Politiker und Wirtschaftsvertreter zusammenkommen.

Diesen Donnerstag Jahr findet die Bilderberg-Konferenz in Dresden statt - wie jedes Jahr hatte es im Vorfeld heftige Kritik an dem vermeintlichen Geheimtreffen gegeben.

Jetzt hat der Vorsitzende der Bilderberg-Konferenzen, Henri de Castries, Kritik an der jährlichen Gesprächsrunde zurückgewiesen. "Warum konzentriert man sich so auf die Geheimhaltung von Bilderberg, wenn es jeden Tag zehntausende Treffen gibt, deren Inhalt nicht öffentlich ist?", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Paris in einem Interview.

"Es ist kein Parlament, keine operative Organisation"

Bei der Konferenz würden keine Entscheidungen getroffen, es sei ausschließlich ein informeller Meinungsaustausch. "Es ist kein Parlament, keine operative Organisation", so de Castries, Chef des französischen Versicherungskonzerns Axa.

Bei der 1954 geschaffenen Bilderberg-Konferenz diskutieren Politiker, Wirtschaftsbosse, Akademiker und Journalisten hinter verschlossenen Türen über aktuelle Themen. Die Teilnehmer dürfen Inhalte verwenden, aber Redner nicht namentlich zitieren. Gegner sprechen von einem "elitären Zirkel", der demokratischen Grundprinzipien entgegenstehe.

"Ja, es stimmt, dass viele der Teilnehmer wichtige Jobs haben"

Der Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Konferenz hielt dagegen: Damit manche Leute wirklich offen sprechen könnten und man echte Diskussionen bekomme, brauche es solche Konferenzregeln, sagte de Castries.

"Ja, es stimmt, dass viele der Teilnehmer große Verantwortung haben, wichtige Jobs, die Akademiker einen hohen Fachkenntnisstand. Daran ist doch nichts falsch. Wenn wir unsere Welt besser verstehen wollen, ist es gut, Gespräche zwischen diesen Menschen zu erleichtern." Das Treffen beginnt am Donnerstag.

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(lk)