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Polizeigewerkschaft fordert härteres Vorgehen bei sexuellen Übergriffen durch Flüchtlinge

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COLOGNE ATTACKS
Polizei fordert härteres Vorgehen bei sexuellen Übergriffen durch Flüchtlinge wie an Silvester in Köln | Wolfgang Rattay / Reuters
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  • Die Polizeigewerkschaft fordert ein härteres Vorgehen gegen Flüchtlinge, die sexuelle Übergriffe begehen
  • Die Täter müssten spüren, dass der Staat sofort reagiert, so der Vorsitzende Wendt
  • Öffentliche Plätze müsste zudem stärker überwacht werden

Die Deutsche Polizeigewerkschaft verlangt ein schärferes Vorgehen gegen Flüchtlinge bei massiven sexuellen Übergriffen wie in der Kölner Silvesternacht. "Die Täter müssen eine sofortige Reaktion des Staates spüren", sagte ihr Vorsitzender Rainer Wendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Solche Gewalttäter müssten sofort in Haft kommen und dort den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Aus der Haft heraus müsse dann im Fall einer Verurteilung die Abschiebung erfolgen.

"Das wäre ein deutliches Signal an die Täter: Wer grapscht oder prügelt, den schicken wir wieder nach Hause", sagte Wendt. Bislang würden oft nur die Personalien der Täter festgestellt und sie blieben auf freiem Fuß. "Dadurch fühlen Täter sich ermutigt und bestätigt."

"Wir brauchen mehr mobile Videoüberwachung"

Manche tauchten unter. Wendt forderte zudem, öffentliche Plätze verstärkt mit Videokameras zu überwachen: "Die Beweisführung bei solchen Übergriffen ist extrem schwierig, deshalb brauchen wir mehr mobile Video-Überwachung."

In der Silvesternacht waren Hunderte Frauen am Kölner Hauptbahnhof von ausländischen Männergruppen drangsaliert, beraubt und belästigt worden - auch Vergewaltigungen wurden angezeigt. Ein großer Teil der Beschuldigten ist nach Erkenntnissen der Ermittler nordafrikanischer Herkunft. In anderen Städten gab es - in geringerem Umfang - ähnliche Vorfälle.


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