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"Planet der Affen: Revolution": Welche Verfilmungen gibt es noch?

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Eine Szene aus

Kaum ein Buch schaffte es so oft auf die Leinwand wie "Der Planet der Affen" des Franzosen Pierre Boulle aus dem Jahr 1963. Bis heute wurde die Geschichte acht Mal verfilmt, eine weitere Episode ist bereits in der Mache. Der bislang neueste Teil "Planet der Affen: Revolution" feiert heute ab 20:15 Uhr auf ProSieben seine deutsche Free-TV-Premiere. Höchste Zeit also, sich einen Überblick zu verschaffen.

"Planet der Affen" (1968)

Hier gibt es die "Planet der Affen"-Legacy-Collection mit den fünf Filmen der ersten Primaten-Reihe

Im Jahr 1968 kam die erste Verfilmung "Planet der Affen" auf die große Kinoleinwand. Die Hauptrolle übernahm niemand Geringeres als Charlton Heston. Die Handlung orientiert sich stark am Roman: Ein Astronaut erlebt einen Zeitsprung und findet sich in einer fernen Zukunft wieder - ohne Menschen und mit Affen als Herrscher über die Welt. Der Streifen kam nicht nur bei den Kritikern äußerst gut an, sondern spülte auch ordentlich Geld in die Kassen der Macher. Man entschied sich eine insgesamt fünfteilige Reihe daraus zu machen.

"Rückkehr zum Planet der Affen" (1970)

Schon zwei Jahre später wurde die "Rückkehr zum Planet der Affen" dem Publikum präsentiert. Die Macher wollten unbedingt wieder Heston als Zugpferd für sich gewinnen, der winkte aber zunächst ab. Nur einer kleineren Rolle am Ende des Films stimmte er zu. Die Handlung ist schnell erklärt: Eine Raumschiff wird auf den Weg geschickt, um die Crew aus dem ersten Film zu suchen. Um Kosten zu sparen, wurde für viele Statisten nicht mehr das aus dem ersten Teil bekannte, aufwendige Affen-Make-up mit Prothesen verwendet, sondern überziehbare Gummimasken.

"Flucht vom Planet der Affen" (1971)

Nur ein Jahr später gab es bereits die "Flucht vom Planet der Affen". Diesmal drehten die Macher die Geschichte einfach um: Nicht die Menschen kommen zu den Affen, sondern die Affen zu den Menschen. Der Film spielt in den USA der 70er-Jahre, wo drei Affen in einem Raumschiff vor Kalifornien aufgegriffen werden. Der Film war nach einem Durchhänger beim zweiten Teil bei den Kritikern wieder beliebt. Dank deutlich geringerer Produktionskosten konnte man auch an den Kassen Erfolge feiern.

"Eroberung vom Planet der Affen" (1972)

Wieder nur 12 Monate später wurde die "Eroberung vom Planet der Affen" vorgestellt. Diesmal spielt die Geschichte in einer für 1972 nicht allzu fernen Zukunft: 1991. Einer der weiterentwickelten Affen - der im vorigen Teil auf der Erde gestrandet war - lebt inkognito unter den Menschen. In einem günstigen Moment zettelt er die Revolution der Tiere an. Ihnen kommt die Geschichte irgendwie bekannt vor? Richtig, sie soll als grobe Inspirationsquelle für die "Terminator"-Story gedient haben. Da waren es eben keine Affen, sondern Maschinen, die aus der Zukunft kamen und quasi nur deswegen existieren.

"Die Schlacht um den Planet der Affen" (1973)

Der letzte Teil der fünf Filme umfassenden Reihe spielt im Jahr 2060 und kam 1973 in die Kinos. In "Die Schlacht um den Planet der Affen" leben Menschen und Affen mehr oder minder gleichberechtigt nebeneinander. Die meisten Lebewesen sind ohnehin durch die Nuklear-Schläge der Menschheit im Kampf gegen die Affen gestorben. Doch die Menschen zetteln erneut einen Krieg gegen die Affen an... Bei Kritikern fiel der fünfte Teil allerdings komplett durch, vor allem aufgrund seiner billigen Machart, die mit heutigen Standards überhaupt nicht vergleichbar ist, aber auch den Ansprüchen der 70er-Jahre nicht mehr gerecht wurden.

"Planet der Affen" (2001)

Erst knapp 30 Jahre später traute sich die Traumfabrik Hollywood wieder an die beliebte Geschichte. Regisseur Tim Burton brachte 2001 eine Neuverfilmung in die Kinos. "Planet der Affen" basiert zwar auf der Grundidee des Buches und des ersten Films von 1968, jedoch spielt die Geschichte auf einem fremden Planeten. Der Cast kann sich durchaus sehen lassen: Mark Wahlberg, Tim Roth und Helena Bonham Carter übernahmen die Hauptrollen. Auch Charlton Heston hat einen kurzen Cameo-Auftritt. Diesmal allerdings nicht als Mensch, sondern als Affe.

"Planet der Affen: Prevolution" (2011)

2011 kam "Planet der Affen: Prevolution" in die Lichtspielhäuser. Die Neuauflage hat allerdings nur mehr den Grundgedanken des Romans aufgegriffen. Nicht durch Zeitsprünge, sondern mithilfe von Genmutationen übernehmen die Tiere die Macht. Im Gegensatz zu allen Vorgänger-Filmen wurden die Primaten nicht von Schauspielern in Masken dargestellt, sondern im Performance-Capture-Verfahren verwirklicht. Bewegung und Mimik der Schauspieler wurden zwar am realen Drehort aufgenommen, allerdings später am Computer auf eine darüber gelegte "Affenhülle" übertragen. Die Hauptrollen übernahmen Andy Serkis und James Franco.

"Planet der Affen: Revolution" (2014)

Mit über 700 Millionen US-Dollar Einspielergebnis ist "Planet der Affen: Revolution" der mit Abstand erfolgreichste Teil der traditionsreichen Reihe. Der Film knüpft an seinen Vorgänger an und spielt zirka zehn Jahre nach den ersten Genmutationen. Die wenigen Menschen, die nach der Pandemie noch leben, formieren sich zum Widerstand... Der dritte Teil dieser dann zu Ende gehenden Trilogie soll im Übrigen 2017 in die Kinos kommen.