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Diese Nasa-Bilder zeigen, wie krass sich der Klimawandel auf die Natur auswirkt

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NORAMERIKA
Mit Daten aus 29 Jahren haben die Forscher bei der NASA die Begrünung in Alaska und Kanada untersucht. | NASA's Goddard Space Flight Center/Cindy Starr
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Die nördlichen Regionen Nordamerikas werden immer grüner. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Nasa-Studie. Für die Studie nahmen die Satelliten der Raumfahrtbehörde rund 87.000 Bilder auf, die einen detaillierten Blick über die Entwicklung der Flora in Alaska und Kanada zulassen.

Durch den Klimawandel sehen große Gebiete der ehemals arktischen Tundra inzwischen wie Landschaften in wärmeren Ökosystemen aus.

Temperatur erhöht sich in der Arktis schneller als in anderen Teilen der Erde

Die Forscher haben die Aufnahmen, die zwischen 1984 und 2012 entstanden, in Daten umgewandelt, die wieder Rückschlüsse auf die Menge der Vegetation auf dem Land zulassen. Ihr Ergebnis: Das westliche Alaska, Quebec und andere Regionen wurden in den knapp drei Jahrzehnten wesentlich grüner.

Die Temperatur erhöhe sich in der Arktis schneller als anderswo, was die Blütezeit der Pflanzen verlängere und generell zu stärkerer Vegetation führe, sagt sagte Jeffrey Masek, einer der Nasa-Forscher der die Studie leitete.

Fast ein Drittel der Region ist grüner geworden

Die Wissenschaftler haben die Tundren beobachtet, und registriert, wo die Pflanzen größer und dichter wachsen – Veränderungen, die Auswirkungen auf den regionalen Wasser-, Energie- und Kohlenstoffkreislauf haben könnten.

Insgesamt fanden die Wissenschaftler heraus, dass 29,4 Prozent der untersuchten Region grüner wurde – vor allem das trockenere Buschland und vegetationsarme Gebiete – während nur 2,9 Prozent der Gebiete einen Rückgang der Vegetation zeigten.

Das Video zeigt die Entwicklung der Vegetation:

"Der Trend zum Grün ist unverkennbar", schreiben die Forscher in einem Beitrag im Wissenschaftsmagazin ""Remote Sensing of Environment"".

Das gilt nicht nur für die Arktis und Alaska, sondern weltweit: Schon länger war bekannt, dass CO2 - das Gas, das Autos und Fabriken bei der Verbrennung produzieren - das Wachstum von Pflanzen anregt.

Daten von 6,6 Million Quadratkilometern ausgewertet

Frühere Untersuchungen der Vegetation hatten bereits einen groben Überblick über die Entwicklung der nördlichen Regionen Nordamerikas ermöglicht. Um ein präziseres Bild von der 6,6 Millionen Quadratmeterkilometer großen Fläche zu bekommen, nutzten die Wissenschaftler die Aufnahmen der Landsat 5 und Landsat 7-Satelliten.

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(Die Provinz Quebec in Kanada wurde besonders grün den letzten Jahrzehnten. Quelle: NASA's Goddard Space Flight Center/Cindy Starr.)

Landsat, wie auch andere Satelliten, zeichnet die Menge der sichtbaren und nahen Infrarotstrahlen auf, die von der grünen Vegetation von Gräsern, Sträuchern und Bäumen, reflektiert werden.

Durch Computerprogramme, die jedes einzelne Pixel im Laufe der Zeit verfolgen, können die Forscher sehen, ob ein Bereich grüner wird, mehr Vegetation wächst, oder gar einzelne Pflanzen größer werden. Wenn die Vegetation spärlicher wird, also zurückgeht, kennzeichnen die Wissenschaftler diesen Bereich als Bräunung.

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(ben)