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Flüchtlinge feiern in Hamburg gemeinsam mit Nachbarn Straßenfest

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FLUECHTLINGE
dpa
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  • Hunderte Flüchtlinge feiern in Hamburg Straßenfest
  • Mit dabei: Musik und Essen aus den Ländern der Geflüchteten
  • Das Rote Kreuz will mit dem Fest auch Flüchtlingshelfer werben

Dieses Beispiel zeigt, wie einfach und unbeschwert der Alltag zwischen Geflüchteten und Deutschen sein kann. Mehrere hundert Flüchtlinge einer Erstunterkunft in Hamburg-Osdorf haben am Sonntag mit Helfern und Nachbarn ein buntes Straßenfest gefeiert. Mit dem Fest sollten auch ehrenamtliche Helfer begeistert werden.

Neben den klassischen Zutaten wie Hüpfburg und Kinderschminken gab es auch Musik und Gerichte aus den Heimatregionen der Schutzsuchenden, sagte der Sprecher des DRK-Kreisverbands Hamburg Altona und Mitte, Felix Forberg.

In der vom Roten Kreuz betreuten Erstaufnahme am Rugenbarg leben nach Angaben Forbergs mehr als 900 Schutzsuchende. Etwa 40 Prozent von ihnen kämen aus Afghanistan, 30 Prozent aus Syrien, 10 Prozent aus dem Irak.

Flüchtlinge tragen Lieder vor und präsentieren Tänze

Viele hätten sich gefreut, den Besuchern Eindrücke aus ihrem Heimatland vermitteln zu können, sagte Forberg. Die Bewohner hätten Volkstänze aufgeführt und Lieder vorgetragen.

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(Quelle: dpa)

"Wir wollen mit dem Fest auch um Ehrenamtliche werben“, sagte Forberg. Besonders für die Kleiderkammer, für den Deutschunterricht sowie für Sport- und Freizeitangebote würden freiwillige Helfer gesucht.

Insgesamt lasse die Hilfsbereitschaft aber nicht nach. Seit einigen Wochen gebe es auch das Patenschaftsprogramm. Bislang hätten 25 Menschen eine Patenschaft für einen Flüchtling übernommen, weitere Paten seien willkommen.

Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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