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Vor Versöhnungsgipfel: Streit in der Union eskaliert

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MERKEL SEEHOFER
Der Streit zwischen CDU und CSU spitzt sich weiter zu | Sean Gallup via Getty Images
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  • Ende Juni treffen sich CDU und CSU zum Versöhnungsgipfel
  • Vor dem Strategietreffen verhärten sich die Fronten weiter
  • Während CDU-Generalsekretär Tauber die Union endlich zur Einigkeit aufrief, fand die CSU harsche Worte für Heiner Geißler

Die Unions-internen Reibereien nehmen kein Ende. Knapp drei Wochen vor dem geplanten Versöhnungsgipfel in Potsdam wird der Unmut zwischen den Schwesterparteien gar noch größer.

"Die Bürger, aber vor allem auch unsere Mitglieder und Anhänger erwarten, dass sich die Union nicht länger mit sich selbst beschäftigt, sondern sich darauf konzentriert, gemeinsam das Land voranzubringen. Die CDU will das schon seit Monaten", sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber der "Welt am Sonntag".

"So weit entfernt wie der Mars von der Erde“

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hielt dagegen und forderte die CDU auf, den ehemaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler zum Schweigen zu bringen, der mit einer Ausdehnung der CDU auf Bayern gedroht hatte:

"Heiner Geißler ist von der aktuellen Realität so weit entfernt wie der Mars von der Erde“, so Scheuer. "Die CDU muss Geißler zur Ordnung rufen und diesen Stichwortgeber des Separatismus zur Vernunft bringen."

Nicht nur die CSU-Männer sind sauer

Die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär von der CSU, warnte die Schwesterpartei, das Gipfeltreffen am 24. Juni ungenutzt verstreichen zu lassen: "Von unserer Parteibasis wird erwartet, dass die CDU-Führung endlich sagt: Wir haben verstanden", sagte Bär.

Den Einwand von CDU-Politikern, der Kurs der Kanzlerin werde nicht von der Basis, sondern nur von Horst Seehofer, Edmund Stoiber und Markus Söder kritisiert, konterte Bär ironisch: "Mitnichten sind nur drei Männer wütend, deren Namen mit S beginnt. Ich kenne auch eine Frau, deren Namen mit B beginnt und die auch wütend ist."

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Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

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Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

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Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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