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Junge Union fordert eigenen CSU-Kanzlerkandidaten

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MERKEL SEEHOFER
Ihr Zwist nimmt kein Ende | Johannes Simon via Getty Images
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  • Die Junge Union will sich die die Option eines eigenen CSU-Kanzlerkandidaten offen lassen
  • Dass die CSU diesen Schritt geht, ist aber unwahrscheinlich

Im Zwist zwischen CDU und CSU scheint weiterhin kein Ende in Sicht. In der Jungen Union wird daher mittlerweile ganz offen über einen eigenen CSU-Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2017 nachgedacht:

"Ein eigener Kanzlerkandidat der CSU – meines Erachtens muss diese Option auf dem Tisch liegen, wenn wir nicht zusammenkommen", sagte der Vorsitzende der Jungen Union Bayern, Hans Reichhart, der "Welt am Sonntag".

Seehofer als Kanzlerkandidat?

Ob CSU-Chef Horst Seehofer automatisch die Kandidatur zufallen sollte, ließ Reichhart offen. "Wir haben ja noch viel Zeit, bis wir das gegebenenfalls entscheiden müssen.“ Ziel sei aber, "dass die Unionsfamilie zusammenbleibt“.

Dafür müsse sich die CDU bewegen, forderte der CSU-Landtagsabgeordnete. "Wir brauchen eine Richtungsänderung." Es sei ein "ernsthaftes Problem" für seine Partei, dass viele potenzielle CSU-Wähler sagten: Derjenige, der seine Stimme der CSU gebe, werde am Schluss doch wieder Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommen.

Dass die CSU diesen Schritt geht, ist aber unwahrscheinlich. Der Streit mit der Union dürfte dann eskalieren.

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