Huffpost Germany

"Die AfD ist rechtsdemagogisch": Schäuble rückt Petry & Co. in die Nähe des Nationalsozialismus

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SCHUBLE
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (l.) hat die AfD unter ihrer Chefin Frauke Petry als "rechtsdemagogisch" bezeichnet | dpa
Drucken
  • Angst vor Ausländern, Angst vor Fremdem, Angst vor Neuem - das ist aus Sicht von Finanzminister Schäuble das Programm der AfD
  • Auch aus dem Bundeskriminalamt gibt es nach umstrittenen Äußerungen aus der Partei Kritik

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stuft die AfD als "rechtsdemagogisch" ein. Das gelte aber nicht für alle ihre Wähler und deren Besorgnisse. "Die nehme ich ernst", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die AfD-Politiker hingegen versprächen eine unrealistische Politik und machten für eigene Probleme immer andere verantwortlich.

Die AfD spiele mit dem Feuer, kritisiert Schäuble

"Damit begeben sie sich in eine unselige Tradition. Über Jahrhunderte hat man in Europa immer die Juden für alles beschuldigt, das haben wir in Deutschland während des Nationalsozialismus auf die Spitze der Perversion getrieben", sagte er.

Die AfD spiele auf gefährliche Weise mit dem Feuer, "wenn sie die Angst vor Ausländern, die Angst vor Fremdem, die Angst vor Neuem schürt".

Der Verfassungsschutz bewertet die AfD derzeit nicht als rechtsextrem und sieht deshalb weiterhin keine Anhaltspunkte für eine Beobachtung.

BKA-Präsident kritisiert AfD-Rhetorik

Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, kritisierte mit Blick auf die Sprache der AfD die Äußerungen des stellvertretenden Parteivorsitzenden Alexander Gauland zum Fußballer Jérôme Boateng.

Diese seien wieder ein Beispiel, "das zumindest Fremdenfeindlichkeit schüren kann", sagte Münch der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Das ist ein gedankliches Gerüst, auf dem andere aufsetzen."

Gauland hatte zuvor mit Äußerungen über Boateng für einen Eklat gesorgt

Gauland hatte in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit Bezug auf Boateng gesagt: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben."

Damit löste er einen Sturm der Empörung aus. Der in Berlin geborene Boateng hat eine deutsche Mutter und einen ghanaischen Vater.

Der AfD-Bundesvorstand hatte als Reaktion auf die Empörungswelle später erklärt: "Wir sind stolz auf unsere Nationalmannschaft und auch stolz auf all diejenigen, welche für sie spielen (...)."

Auch auf HuffPost:

Dieses Video zeigt, wie nah wir einer 100 Jahre alten Horrorvision gekommen sind


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.