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Sie ging wegen eines kleinen Schnittes zum Arzt - was er unter ihrer Haut fand, verschlug ihm die Sprache

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DOCTOR OPERATION WOMAN
Sie waren fassungslos, als sie den Chip entdeckten | Maximilian Stock Ltd. via Getty Images
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Ein amerikanischer Arzt wird nie den Tag vergessen, an dem eine junge Frau in die Notaufnahme seines Krankenhauses kam und ihm einen kleinen Schnitt in ihrem Oberschenkel zeigte.

Der Arzt, der zum Schutz der besagten jungen Frau lieber anonym bleiben möchte, berichtete der US-Internetplattform "Marketplace.org", dass er daraufhin die junge Frau geröntgt hätte. Auf dem Röntgenbild entdeckte er unter dem Schnitt ein kleines, reiskorngroßes, metallisches Objekt.

Als er dieses Objekt aus dem Oberschenkel der Frau entfernte, sah er, um was es sich handelte: Die Frau hatte einen Ortungschip unter ihrer Haut.

Sie hatte einen Ortungschip - als wäre sie ein Haustier

"Normalerweise werden diese Tracker für Hunde und Katzen eingesetzt. Jemand hat sie markiert, als wäre sie ein Haustier, das er besitzt", sagt der zuständige Arzt.

Später stellte sich heraus, dass die Mitte-Zwanzigjährige von ihrem Freund zur Prostitution gezwungen wurde. Um sie vollständig kontrollieren zu können, spritzte er seiner Freundin einen Chip unter die Haut.

Leider sind Geschichten wie diese kein Einzelfall. Menschenhandel ist Alltag in den USA und anderswo, trotzdem wird dieses Problem kaum thematisiert.

Ärzte können Opfer von Menschenhandel helfen

Jetzt haben US-amerikanische Ärzte erkannt, dass sie eine tragende Rolle bei der Aufklärung dieser Fälle spielen können. Denn laut einer Studie der Universität Chicago suchen 88 Prozent der sexuell ausgebeuteten Personen früher oder später einen Arzt auf.

Die ersten Schritte in diese Richtung wurden bereits gemacht: So entstand die Organisation "Heal Trafficking", ein Netzwerk gegen Menschenhandel. Auch der Ärzteverband der USA ist bereits auf das Problem aufmerksam geworden. Ärzte werden nun ausgebildet, damit sie Frauen, die zur Sklaverei gezwungen wurden, helfen können.

Auch in Europa ist ein solches Vorgehen von Kriminellen nicht abwegig: Rebecca Angelini von der "Fachstelle zu Frauenhandel FIZ" sagte der Schweizer Zeitung "20 Minuten": "Bei jeder neuen Technologie muss man davon ausgehen, dass sie früher oder später auch Kriminelle nutzen." Kriminelle Zuhälter würden schon heute ihre Opfer über das Handy tracken.

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.