Huffpost Germany

BKA warnt: Fast 400 Hinweise auf Islamisten unter Flüchtlingen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ISLAMISTEN
BKA warnt: Fast 400 Hinweise auf Islamisten unter Flüchtlingen | dpa
Drucken
  • Das Bundeskriminalamt hat mehr als 380 Hinweise auf Terrorverdächtige unter Flüchtlingen erhalten
  • Bisher sollen aus 49 Hinweisen Ermittlungsverfahren entstanden sein
  • In 500 Fällen sollen radikale Islamisten versucht haben, Anhänger im Umfeld deutscher Flüchtlingsheime anzuwerben

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach Informationen der "Bild" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("F.A.Z.") mehr als 380 Hinweise auf mögliche Mitglieder oder Unterstützer von terroristischen Gruppierungen unter Flüchtlingen erhalten.

Ermittlungsverfahren gegen Terrorverdächtige

BKA-Präsident Holger Münch sagte der "F.A.Z.", dass die Hinweise von Flüchtlingen und anderen Sicherheitsbehörden gekommen seien. Aus 49 Hinweisen seien Ermittlungsverfahren entstanden.

"Nicht hinter jedem Verfahren muss am Ende ein terroristischer Sachverhalt stehen", ergänzte Münch gegenüber der "F.A.Z.". Es könne sich ebenso um Kriegsverbrechen handeln, die in Syrien oder dem Irak begangen wurden.

Münch gehe deshalb davon aus, dass sich der Terrorverdacht in den meisten Fällen nicht bestätige.

Islamisten suchen neue Anhänger

Laut "Bild" seien dem BKA inzwischen 500 Fälle bekannt, bei denen radikale Islamisten versucht hätten, Anhänger im Umfeld von deutschen Flüchtlingsunterkünften anzuwerben.

Auch zur Festnahme dreier syrischer Asylbewerber in Düsseldorf, die unter Terrorverdacht stehen, habe sich der BKA-Präsident laut "F.A.Z." geäußert.

Demnach sei der Hinweis aus Frankreich gekommen. Dort habe sich der vierte Terrorverdächtige gestellt und die Namen der drei anderen genannt.

"Nur die Spitze des Eisbergs"

Stephan Mayer (CSU), der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, warnte gegenüber der "Bild"-Zeitung vor Nachahmern:

Die Terror-Zelle ist nur die Spitze des Eisbergs. Es werden noch mehr Terroristen über den Flüchtlingsstrom zu uns kommen. Deshalb müssen wir die EU-Außengrenze endlich besser kontrollieren. Wir müssen genau wissen, wer wann in die EU einreist und wer wann wieder ausreist und ob gegen dies Personen etwas vorliegt.

Auch auf HuffPost:

Dieses Land will Flüchtlinge aufnehmen – aber die wollen nicht dort leben


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

(ca)