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Boateng: "Sollten Begriffe wie Negerkuss nicht mehr verwenden"

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  • Nach dem Wirbel über Gaulands Aussage spricht Boateng nun über Rassismus
  • Er findet, dass Begriffe wie "Negerkuss" oder "Mohrenkopf" nicht mehr verwendet werden sollten

Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng findet es richtig, Begriffe wie "Negerkuss" oder "Mohrenkopf" auf Rassismus zu überprüfen - und gegebenenfalls nicht mehr zu verwenden.

"Wenn man es gleich zu Beginn ersticken kann, damit speziell die ganz Jungen kein falsches Gefühl in der Sprache bekommen, warum nicht?", sagte Boateng der deutschen Ausgabe des Magazins "L'Officiel Hommes". "Es geht ja darum, Respekt vor jedem Menschen zu haben."

Mehrheit der Deutschen hätte Boateng gerne als Nachbarn

Der in Berlin geborene Boateng ist Sohn einer deutschen Mutter und eines ghanaischen Vaters. Er selbst habe gelernt, sich von rassistischen Erfahrungen nicht provozieren zu lassen. "Dani Alves vom FC Barcelona hat es vorgemacht, als auf ihn eine Banane geworfen wurde und er die ganz cool geschält und gegessen hat."

Was nun aber auch sicher ist: Die Mehrheit der Deutschen steht nicht hinter der Aussage des AfD-Vize Alexander Gauland, dass Deutsche Boateng nicht gerne zum Nachbarn hätten.

Denn eine große Mehrheit der Deutschen hätte Boateng laut einer aktuellen Umfrage gerne zum Nachbarn. 82 Prozent bejahten dies in der Erhebung des Instituts TNS Emnid für das Nachrichtenmagazin "Focus". 11 Prozent verneinten.

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(lp)