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Hochwasserkatastrophe in Niederbayern: Zahl der Toten auf Sieben gestiegen

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FLOOD BAVARIA
dpa
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  • Die Polizei bestätigte, dass dem Hochwasser in Niederbayern eine siebte Person zum Opfer gefallen ist
  • Derweil gehen die Aufräummaßnahmen in den betroffenen Gebieten weiter

Nach der Hochwasserkatastrophe in Niederbayern ist die Zahl der Toten auf sieben gestiegen. Ein Opfer sei im Krankenhaus gestorben, bestätigte ein Polizeisprecher am Freitag.

Die Menschen in den betroffenen Gebieten haben die Aufräumarbeiten unter Hochdruck fortgesetzt. Auch am Freitag hatten noch nicht alle Haushalte Strom und Wasser. Am Niederrhein konnten die Menschen vorerst aufatmen: Die Lage in diesem Hochwassergebiet hat sich ein wenig entspannt, die Pegelstände sanken.

Gefahr in NRW fürs Erste gebannt

Dennoch brach am Freitagmorgen in einem unbewohnten Gebiet am Rande von Hamminklen in Nordrhein-Westfalen ein Deich. Da das Wasser durch eine vergleichsweise kleine Stelle auf angrenzende Wiesen und Acker laufe, bestehe keine größere Gefahr, sagte ein Sprecher des Krisenstabs des Kreises Wesel.

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Die Orte Hamminkeln und Isselburg waren in der Nacht zum Freitag von den befürchteten Fluten verschont geblieben. Der Regen hatte den Wasserstand des Flüsschens Issel von sonst einem halben Meter vorübergehend auf mehr als zwei Meter steigen lassen. Hunderte Helfer waren im Einsatz, Zehntausende Sandsäcke wurden verbaut, weitere lagen als Reserve bereit.

Krisenstab sieht weiter Risiko

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für das Wochenende teils kräftige Gewitter vor allem in der Südhälfte von Nordrhein-Westfalen voraus. Auch der von Hochwasser besonders gebeutelte Niederrhein bleibe vermutlich nicht verschont. Claus Hücklekemkes vom Krisenstab des Kreises Wesel sprach deshalb auch nur von "vorsichtigem Optimismus". Die Dämme seien nass und weitgehend gesättigt, "das ist ein Risiko".

In Niederbayern sind die Schäden noch lange nicht beseitigt: Im Landkreis Rottal-Inn räumten die Einwohner mit Hilfe von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk ihre Straßen und Häuser frei, die ein stinkender Schlamm überzieht. Allein im Landkreis Rottal-Inn wurde der Schaden auf einen dreistelligen Millionenbetrag beziffert. In vielen Schulen im Landkreis fiel auch am Freitag der Unterricht aus.

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