Huffpost Germany

Nach Armenien-Resolution: Türkei fordert Richtigstellung von Deutschland

Veröffentlicht: Aktualisiert:
YILDIRIM TURKEY
Nach Armenien-Resolution: Türkei fordert Richtigstellung von Deutschland | Anadolu Agency via Getty Images
Drucken
  • Nach dem diplomatischen Eklat um die Armenien-Resolution des deutschen Bundestags fordert Ankara eine Richtigstellung
  • Das verkündete Ministerpräsident Yildirim am Freitag

Die türkische Regierung erwartet von Deutschland nach der Verabschiedung der Armenien-Resolution eine Richtigstellung. Der frisch gebackene türkische Ministerpräsident Binali Yildirim verurteilte die Entscheidung des Bundestags als "historischen Fehler“, den es richtigzustellen gelte. Das berichtet die "Welt“.

Dennoch: Die Völkermordresolution des Bundestages wird nach den Worten des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim nicht zu einem völligen Bruch in den deutsch-türkischen Beziehungen führen. "Deutschland und die Türkei sind sehr wichtige Bündnispartner“, sagte Yildirim nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag in Ankara.

Passend zum Thema: Von wegen "König von Europa": Wieso Erdogan trotz seines Muskelspiels um sein Amt fürchten muss

"Niemand soll erwarten, dass sich mit dieser und mit ähnlichen Entscheidungen plötzlich unsere Beziehungen zu Deutschland vollständig verschlechtern“, erklärte der Ministerpräsident weiter. Natürlich werde die Türkei aber auf die Resolution reagieren.

Die Türkei hatte am Donnerstag wegen der Annahme der Resolution zu den Massakern an den Armeniern im Osmanischen Reich ihren Botschafter aus Berlin zu Konsultationen nach Ankara zurückgerufen. Außerdem wurde der Geschäftsträger der deutschen Botschaft ins türkische Außenministerium einbestellt. Yildirim hatte die Annahme der Resolution “eine falsche Entscheidung“ genannt.

Auch auf HuffPost:

So deutlich wie Martin Schulz hat noch kein deutscher Spitzenpolitiker Erdogan kritisiert


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.