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Todesursache geklärt: Prince starb an der Überdosis eines Schmerzmittels

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PRINCE
Prince bei einem Auftritt in Miami im Jahr 2007 | Mike Blake / Reuters
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  • Ein Bericht zur Todesursache von Prince wurde veröffentlicht
  • Darin heißt es, der Sänger sei an einer Überdosis Schmerzmittel gestorben

Die Todesursache von Prince steht nun fest. Der US-Musiker ist an einer versehentlichen Überdosis des starken Schmerzmittels Fentanyl gestorben.

Das geht aus einem Autopsiebericht der Gerichtsmedizin im US-Staat Minnesota hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. In dem einseitigen Report heißt es, der "Purple Rain"-Sänger habe sich das synthetische Opioid selbst verabreicht. Fentanyl gilt als 50 Mal stärker als Heroin.

Prince war am 21. April tot auf seinem Anwesen Paisley Park in Minnesota aufgefunden worden. Er wurde 57 Jahre alt. Die Ermittlungen konzentrierten sich rasch darauf, ob der Musiker an einer Überdosis starb und ob ein Arzt ihm in den Wochen vor seinem Tod Medikamente verschrieben hatte.

Die Namen von zwei Ärzte tauchten bei den Ermittlungen auf

Weniger als eine Woche vor Princes Tod hatte sein Flugzeug für eine medizinische Behandlung außerplanmäßig im US-Staat Illinois landen müssen. Damals befand sich der Sänger auf dem Rückweg von einem Konzert in Atlanta.

Die AP und andere Medien berichteten basierend auf anonymen Quellen, dass Prince bewusstlos an Bord der Maschine gefunden worden sei. Ersthelfer hätten ihm Narcan gespritzt - ein Gegenmittel, das bei einer vermuteten Überdosis Opioide verabreicht wird.

Bei den Ermittlungen zum Tod des Sängers sind die Namen von mindestens zwei Ärzten aufgetaucht. Darunter ist ein Hausarzt, der Prince zwei Mal in den Wochen vor dessen Tod behandelt hatte. Er gab gegenüber Ermittlern an, dem Musiker Medikamente verschrieben zu haben. Um welche es sich dabei genau handelte, wurde nicht bekannt. Der Mediziner sah Prince nach Angaben aus einem Durchsuchungsbefehl am 7. und 20. April.

Sohn eines Suchtspezialisten fand den toten Sänger

Bei dem zweiten Mediziner handelt es sich um einen Suchtspezialisten aus Kalifornien. Dieser war am 20. April aus dem Umfeld von Prince gebeten worden, dem Sänger zu helfen.

Der kalifornische Arzt schickte seinen Sohn am selben Abend zu Prince. Er war auch unter denjenigen, die am nächsten Morgen den regungslosen Körper des Musikers gefunden hatten, wie der Anwalt des Arztes, William Mauzy, sagte.

Der Sohn des Mediziners, der selbst kein Arzt ist, hatte Buprenorphin bei sich, ein Medikament, das zur Behandlung einer Opioid-Sucht eingesetzt werden kann, wie Mauzy sagte. Der Sohn habe vorgehabt, das Mittel einem Arzt in Minnesota zu geben, der Prince am 21. April besuchen wollte.

Hüft- und Knieprobleme verursachten Prince Schmerzen

Zwei Wochen vor seinem Tod hatte Prince Konzerte in Atlanta abgesagt und das mit Unwohlsein begründet. Am 14. April trat er dann doch noch in der Stadt auf. Anschließend folgte die Notlandung in Moline in Illinois. Eigentlich sollte er zwei Auftritte in St. Louis absolvieren, doch sagte er diese kurz vor seinem Tod ab.

Der Musiker hatte einen Ruf als gesund lebender Mensch. Einige seiner Freunde sagten, sie hätten bei Prince niemals irgendwelche Anzeichen für einen Drogenkonsum bemerkt.

Seine langjährige Freundin Sheila E. sagte aber der AP, dass der Sänger körperliche Schwierigkeiten durch seine Auftritte gehabt habe. Sie verwies auf Hüft - und Knieprobleme.

Mit Material der AP

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(sk)