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Medienbericht: IS-Terrorzelle plante Anschlag in Düsseldorf mit zehn Attentätern

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DSSELDORF
Beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe (Baden-Württemberg) wird am 02.06.2016 ein Terrorverdächtiger dem Haftrichter vorgeführt. Die Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen geplanten Anschlag des Islamischen Staats (IS) in der Düsseldorfer Altstadt vereitelt. | dpa
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  • Die IS-Terrorzelle plante den Anschlag in Düsseldorf offenbar mit zehn Attentätern
  • Die Düsseldorfer Polizei wusste offenbar schon länger von Anschlagsplänen des IS
  • Eine Gruppe plante einen Angriff auf eine U-Bahn-Haltestelle

Die Terrormiliz Islamischer Staat plante, den Anschlag auf die Düsseldorfer Altstadt mit zehn Attentätern durchzuführen. Laut "Spiegel"-Informationen sollte die am Donnerstag ausgehobene mutmaßliche Terrorzelle mehr Mitglieder demnach mehr Mitglieder bekommen als bislang bekannt.

Das Magazin beruft sich bei dieser Information auf einen IS-Verdächtigen, laut dem zehn Kämpfer einen Angriff auf eine U-Bahn-Haltestelle in Düsseldorf durchführen sollten.

Die , dass die Düsseldorfer Polizei schon seit Monaten von den Anschlagsplänen auf die Düsseldorfer Altstadt wusste.

"Wir waren von Anfang an in die Ermittlungen eingebunden", zitierte das Blatt Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler.

"Alles, was wir im Rahmen der Ermittlungen erfuhren, ist natürlich in unser laufend aktualisiertes Sicherheitskonzept eingeflossen." Das gelte insbesondere auch für Großveranstaltungen in der Innenstadt.

Behörden vereitelten IS-Anschlag in Düsseldorfer Altstadt

Die Sicherheitsbehörden hatten nach eigenen Angaben einen geplanten Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat in der Düsseldorfer Altstadt vereitelt.

Drei Terrorverdächtige aus Syrien wurden am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Ein vierter Mann sitze in Frankreich in Untersuchungshaft.

Hinweise, "dass die Beschuldigten bereits mit der Umsetzung ihres Anschlagsplanes konkret begonnen hatten", liegen demnach nicht vor. Einen Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft, die am 10. Juni in Frankreich beginnt, gebe es nicht.

Den Auftrag für den Anschlag in Düsseldorf hat die Gruppe laut Bundesanwaltschaft bereits 2014 direkt von der Führungsebene des IS bekommen.

Selbstmordattentäter sollten sich an der Heinrich-Heine-Allee in die Luft sprengen

Geplant gewesen sei, dass sich zunächst zwei Selbstmordattentäter in der zentralen Heinrich-Heine-Allee in die Luft sprengen. Anschließend hätten weitere Attentäter möglichst viele Passanten mit Gewehren und Sprengsätzen töten sollen, hieß es weiter.

Die Heinrich-Heine-Allee liegt im Herzen Düsseldorfs. Durch die gleichnamige U-Bahn-Station laufen alle elf Linien. Wer in die Altstadt will, steigt in der Regel dort aus.

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte, die Männer sollten nach Möglichkeit noch am Donnerstag in Karlsruhe dem Haftrichter vorgeführt werden. Details zu den Festnahmen nannte er nicht.

UPDATE 3.6. 13.00 Uhr: Der Artikel wurde um die neuesten Entwicklungen ergänzt.

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(bp)