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"Lage brandgefährlich": Wetterdienst warnt vor neuen Unwettern und Überschwemmungen

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  • Land unter in Niederbayern: Nach Dauerregen ist der Landkreis Rottal-Inn vom Hochwasser überrascht worden
  • Flüsse und Bäche wälzten sich als reißende Flutwelle durch die Orte
Die Behörden lösten Katastrophenalarm aus - dramatische Stunden für die Bewohner

    Das Hochwasser im bayerischen Landkreis Rottal-Inn hat 9000 Haushalte vom Strom abgeschnitten. Die Fluten verhinderten vielerorts den Zugang zu Trafostationen oder Umspannwerken, teilte der Energienetzbetreiber Bayernwerk am Mittwochabend mit. Tausende Haushalte sollten auch über Nacht ohne Stromversorgung sein.

    Entspannung ist indes noch nicht zu erwarten. Andreas Friedrich, Diplom-Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst, warnt gegenüber Focus Online: "Die Situation ist nach wie vor brandgefährlich.“ Die Behörde hat bereits die nächsten Unwetterwarnungen herausgegeben. (Welche Gebiete betroffen sind, seht ihr im Video.)

    Nach den Überschwemmungen haben die Landkreise Rottal-Inn und Passau den Katastrophenfall ausgerufen.

    In vielen Gemeinden war die Lage dramatisch. In Simbach am Inn wälzte sich ein reißende, schlammig-braune Flutwelle durch den Ort. Eine Asylbewerberunterkunft in einer ehemaligen Turnhalle wurde geräumt.

    Rettungskräfte berichteten, dass Lastwagenfahrer auf der Bundesstraße 12 auf die Dächer ihrer Fahrzeuge geklettert waren, weil sie Angst hatten, von den Fluten davon geschwemmt zu werden.

    Glück im Unglück hatte eine Schulklasse aus Augsburg, die mit zwei Lehrern und einem Begleiter unterwegs war. Die Siebtklässler waren während einer Bootstour auf dem Schwarzen Regen in Niederbayern vom Unwetter überrascht worden.

    Bei Dauerregen und heftiger Strömung wurden ihre Kähne auseinandergetrieben. Ein Teil der Gruppe gelangte ans Ufer, die anderen retteten sich auf eine Insel. Die Wasserwacht brachte die verstörten Schüler in Sicherheit, ein Mädchen erlitt einen Schock, ein anderes eine Unterkühlung.

    Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte unterdessen Unterstützung zu: Der Freistaat werde bei der Regulierung der Schäden "schnell und unbürokratisch helfen", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

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