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Unwetter-Chaos: Ausnahmezustand auch in Düsseldorf

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  • Das Unwetter hat NRW erreicht: In der Landeshauptstadt Düsseldorf herrschte am Mittwochabend Ausnahmezustand
  • Die Autobahn 46 musste gesperrt werden, viele innerstädtische Straßen wurden überflutet
  • In Niederbayern entspannt sich die Lage derweil etwas

Nach den heftigen Unwettern in Niederbayern hat der starke Regen auch in NRW am Mittwochabend schwere Schäden verursacht.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf liefen mehrere Straßentunnel voll Wasser. Die Autobahn 46 musste dort gesperrt werden. Auch viele innerstädtische Straßen wurden überflutet.

Die Düsseldorfer Feuerwehr berichtete von vielen Einsätzen wegen vollgelaufener Keller. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Niederrhein vor "extrem heftigem Starkregen" gewarnt.

Bei Xanten steckte ein Regionalzug zeitweise im Schlamm auf den Gleisen fest, wie die Feuerwehr berichtete. Der Zug habe aber aus eigener Kraft zum nächsten Bahnhof fahren können. Die Bahnstrecke wurde gesperrt.

Schüler in Xanten saßen auf Bauernhof fest

Ebenfalls im Raum Xanten saßen Schüler auf einem Bauernhof fest, weil die Wassermassen die Zufahrtsstraßen unpassierbar gemacht hatte. "Die Schüler sind aber nicht in Gefahr. Sie sitzen trocken in einer Scheune und sind versorgt", sagte der Feuerwehrsprecher.

Die vom Hochwasser eingeschlossenen Schüler in Niederbayern haben ihre Schulen nach Stunden des Wartens inzwischen verlassen können. Dies teilten die örtliche Wasserwacht und die Polizei am Mittwochabend mit.

In Triftern hatten rund 250 Kinder den Tag über in der Turnhalle ausharren müssen, weil die Zufahrtswege überspült waren. In Simbach war ein Schulzentrum abgeschnitten, etwa 350 Schüler saßen dort fest.

Unwetter-Lage in Niederbayern entspannt sich langsam

Am Abend hatte sich die Lage in Niederbayern etwas entspannt. "Das Wasser läuft zügig ab. Die Feuerwehren haben Zeit, die vollgelaufenen Keller leer zu pumpen", sagte der Einsatzleiter der Wasserwacht in Triftern, Hans Nothaft.

Auch in Simbach am Inn begannen die Aufräumarbeiten. Im tieferliegenden Teil des Ortes war daran aber noch nicht zu denken. Bei vielen Häusern stand noch das komplette Erdgeschoss unter Wasser.

Bäche und Flüsse in der Region waren nach heftigem Dauerregen über die Ufer getreten. Die reißende Flutwelle hatte viele Menschen überrascht. Die Behörden riefen den Katastrophenfall aus. Retter waren stundenlang damit beschäftigt, Eingeschlossene mit Hubschraubern und Booten zu befreien.

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