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Johanna Penski: Deutschlands coolste TV-Oma legt im Alter richtig los!

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Auch mit knapp 89 Jahren noch kein bisschen leise: Johanna Penski

Johanna Penski ist Kleindarstellerin und Deutschlands älteste Statistin. Die knapp 89-jährige pensionierte Sportlehrerin wirkte als Komparsin in rund 870 Filmproduktionen mit und trat in einem Werbespot der Telekom auf. Im vergangenen Jahr schrieb sie eine Autobiografie mit dem Titel "Träume altern nicht". Derzeit ist sie "Grauer Star" bei einer Kampagne für ein längeres, selbstbestimmtes Leben.

Ihr Repertoire ist vielseitig, sie war (fast) überall dabei: Bei ernsten Produktionen wie Wim Wenders "Der Himmel über Berlin", bei leichter Kost wie dem RTL-Dauerbrenner "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", sie war Komparsin in Til Schweigers Kinohit "Zweiohrküken" und im "Tatort". Penski kann alles und Penski hat alle gehabt: Von Senta Berger bis Johannes Heesters, von Thomas Gottschalk bis Matthias Schweighöfer. Ihre Filmkarriere startete die rüstige Berlinerin erst im "zarten" Alter von 60 Jahren. Ihr Beispiel zeigt eindrucksvoll: Es ist nie zu spät, seine Träume zu leben.

Wie sich Johanna Penski mit stolzen 86 Jahren auf dem roten Teppich schlägt, sehen Sie in diesem Video auf Clipfish

Mit Renteneintritt beginnt die Karriere als Komparsin

Weil es ihr in jüngeren Jahren an Selbstbewusstsein mangelte, verfolgte sie erst einmal ihre Karriere als Sportlehrerin. "Ich habe immer im Nacken gehabt: 'Als Komparsin wirst du mal arbeiten!' Aber ich wollte erst mit 60 anfangen, weil ich da in Rente ging und habe es auch sofort wahr gemacht, bin zum Künstlerdienst beim Arbeitsamt gegangen und habe mich als Komparsin angemeldet", so Penski.

Schnell bekam sie Aufträge, Regisseure wie Wim Wenders und Til Schweiger holten sie ans Set. "Mit Til Schweiger habe ich schon dreimal gedreht. Er hat mir sehr, sehr gut gefallen. Leander Haußmann auch, der hat sich so für uns kleine Leute eingesetzt, in dem er uns einen Wohnwagen zur Verfügung gestellt hat", erinnert sich die Seniorin.

Langsam mal aufhören? Bloß nicht!

Die Edel-Komparsin denkt nicht ans Aufhören: "Bei mir muss der Tag ausgefüllt sein. Man braucht ein Ziel vor Augen. Sonst raubt man dem Herrgott den Tag. So lange meine Gesundheit es zulässt, wäre ich froh, wenn ich noch lange weiter arbeiten kann - mir macht das alles immer so viel Spaß."

Die Swiss Life-Kampagne, die mit einem veränderten Blick auf das Alter für ein längeres, selbstbestimmtes Leben wirbt und in der jung gebliebene ältere Menschen ihr aktives Leben präsentieren, hat ihr deshalb besonders gefallen. "Die haben das Alter sehr gut angesprochen, so ganz in meinem Sinne. Wenn sich da andere Senioren auch nach richten würden, haben sie schon gewonnen."

Die dreifache Ur-Oma zeigt, dass es nie zu spät ist, sein Leben in ganz neue Bahnen zu lenken. "Wir müssen mehr auf unser Herz hören und zu Lebzeiten unsere Träume verwirklichen!", mahnt Penski.