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Gorilla-Drama im Zoo: Das sagt Star-Forscherin Jane Goodall

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Jane Goodall - neben Dian Fossey (Gorillas) und Birute Galdikas (Orang-Utans) die bedeutendste Primatenforscherin

Die dramatische Rettungsaktion für einen Vierjährigen, bei der der erst 17-jährige Gorilla Harambe am Wochenende erschossen wurde, beschäftigt nicht nur den Cincinnati Zoo, die US-Polizei, Tierschützer und die Medien. Auch die britische Primatenforscherin Jane Goodall (82) hat sich den Fall genauer angesehen. Ihre Einschätzung teilte sie nun dem Zoo-Direktor Thane Maynard mit. Das von ihr gegründete "The Jane Goodall Institute" hat die entsprechende E-Mail auf seiner Homepage veröffentlicht.

Neben Beileids- und Mitleids-Bekundungen schreibt sie: "Ich habe versucht, herauszufinden, was genau passiert ist - es sieht aus, als würde der Gorilla einen Arm um das Kind legen". Das habe sie an den Vorfall von 1996 in einem Zoo bei Chicago erinnert. Damals war ein Dreijähriger von dem Gorilla-Weibchen Binti Jua gerettet und zu den Wärtern zurückgebracht worden, wie "People.com" meldet. Ihren Brief schließt sie mit der Frage nach dem Befinden der andere Tiere: "Dürfen sie ihre Trauer ausleben, das wäre sehr wichtig?"

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Goodall ist neben Dian Fossey (Gorillas) und Birute Galdikas (Orang-Utans) eine von drei Frauen, die Anfang der 1960er Jahre Langzeitstudien über Menschenaffen begannen. Fossey wurde mit dem Oscar-prämierten Kinofilm "Gorillas im Nebel" (1988) ein Denkmal gesetzt.