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Eine alte Frau sah eine stillende Mutter im Cafe und beschloss, etwas zu tun

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Ist Stillen in der Öffentlichkeit unangebracht oder eine völlig normale Sache? Diese hitzige Debatte wird in Deutschland wie in den USA geführt und entzündet sich immer wieder an Vorfällen wie dem der jungen Mutter Kathlin Schmid, die aus dem Bordrestaurant des ICE verwiesen wurde, weil sie dort ihr Baby gestillt hatte.

Durchaus verständlich, dass sich auch Briar Louisa Mcqueen unwohl fühlte, als sie ihr Baby in einem Café stillte und eine ältere Dame sich ihr näherte. Die junge Mutter befürchtete, dass die Frau sie auf das öffentliche Stillen ansprechen würde.

Diese Begegnung schilderte sie auf Facebook - und wurde von der Seite "Love What Matters" geteilt und erhielt 380.000 Likes.

"Sie fing an, mein Essen zu schneiden“

"Ich möchte mit euch ein wunderbares Ereignis teilen. Heute Morgen ging ich zum ersten Mal mit meinem acht Wochen altem Baby zum Frühstücken in ein Café. Als ich zu essen begann, fing Jaxon vor Hunger an zu schreien. Also fütterte ich ihn.

Einige Minuten später kam eine ältere Dame auf mich zu. Ich wurde unsicher und dachte, sie würde mich auffordern, mein Baby nicht in der Öffentlichkeit zu stillen.

Doch das Gegenteil war der Fall. Sie fing an, mein Essen zu schneiden und sagte mir: 'Sie sind so eine gute Mutter. Ich möchte nicht, dass ihr Essen kalt wird und Sie auch während des Stillens essen können.'

Das Verständnis und die liebevolle Hilfsbereitschaft der Dame berührten mich zutiefst."

Mehr Toleranz und Unterstützung für stillende Mütter


Die oben geschilderte Geschichte von Briar Lusia Mcqueen macht klar, dass es selbstverständlich sein sollte, sein Kind eben dann zu stillen, wenn es Hunger hat. Egal, an welchem Ort und zu welcher Zeit.

Die tausenden Likes und Kommentare, in denen es unter anderem heißt, dass diese Situation ein perfektes Beispiel dafür wäre, dass sich Frauen gegenseitig bestärken und helfen sollten, geben ihr Recht.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

Diese Mädchen tun etwas, was viele tun - Sekunden später sterben sie

(lm)