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Nordkorea nennt Trump "umsichtig" - und basht Clinton

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DONALD TRUMP SMILE
Nordkoreanische Regierung singt Loblied auf Trump | Eduardo Munoz / Reuters
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  • Nordkoreas Staatsmedien loben Donald Trump

Hillary Clinton dagegen kommt schlecht weg

Donald Trump, Präsidentschaftsanwärter der US-Republikaner, bekommt höchstes Lob. Von höchst dubioser Seite.

In einem Leitartikel des nordkoreanischen staatlichen Mediums „DPRK Today“ hieß es, Trump sei ein "weiser Politiker" und "umsichtiger Kandidat". Das berichtet die auf Nordkorea spezialisierte Nachrichtenseite "nknews.org" .

Der Autor des Leitartikels lobe außerdem Trumps Ankündigung, sich nicht in den Konflikt zwischen Nord- und Südkorea einmischen zu wollen.

Experten sagten "nknews.org", der Text sei zwar wohl nicht direkt von Regimevertretern geschrieben worden, aber reflektiere sicher die Haltung des Regimes.

Satireseite greift Text auf

Die Satire-Twitter-Seite "DPRK News Service" griff das Thema auf und machte daraus Folgendes:

„Der edle Philosoph Donald Trump wird als scharfsichtiger Bergadler gepriesen, der vom Himmel geschickt wurde, um Schurken und Bösewichte von oben niederzuschlagen.“

Lob für Trumps Nordkorea-Pläne

Trump hatte im März gesagt, er wolle Teile der amerikanischen Truppen aus Südkorea abziehen, falls das Land seine Verteidigung nicht ausbauen. Die USA und Südkorea waren nach dem Koreakrieg in den 50er-Jahren ein Verteidigungsbündnis eingegangen.

Trump hatte außerdem gesagt, er würde als Präsident mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un direkt verhandeln – dreißig Jahre lang war das in der US-Diplomatie kein Thema gewesen. Der Kim-Clan verhält sich nicht nur außenpolitisch aggressiv, er unterdrückt und foltert auch die eigene Bevölkerung. Das Land gilt als das am stärksten abgeschottete der Welt.

Hillary Clinton als "Tagträumerin" abgestempelt

Trumps Konkurrentin im Wahlkampf, die Demokratin Hillary Clinton, kommt bei den Nordkoreanern weniger gut davon. In dem Leitartikel heiße es: "Den Präsidenten, den die US-Bürger wählen müssen, ist nicht diese dumme Hillary (...)".

Clintons Kurs passt Nordkoreas Regime nicht in den Kram. Sie will die Sanktionen gegen das Regime lieber verschärfen denn lockern.

Auch diese Passage griff die Satire-Twitter-Seite auf:

„Die lächerliche Anmaßung der machtgierigen Vampirin Hillary Clinton, eine „Agentin des Wandels“ sein zu wollen, wurden als Tagträume einer Verrückten abgelehnt." Nun, so weit vom Original ist da nicht.

Korrektur: In einer ersten Version des Artikels wurde die Twitter-Seite "DPRK News Service" fälschlich als Seite einer Nachrichtenagentur und nicht als Satire-Seite bezeichnet.

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