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AfD lädt Bushido zur Wahlparty ein - und verrät damit endlich die Wahrheit über sich selbst

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BUSHIDO
Bushido im Kriminalgericht Moabit | Clemens Bilan via Getty Images
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  • Bushido ist bekennender Fan der AfD
  • Die Zuneigung beruht offenbar auf Gegenseitigkeit: Bushido ist zur Wahlparty in Berlin eingeladen
  • Die Begründung für diese Entscheidung sagt einiges über die AfD aus

Dass der Rapper Bushido immer für eine Überraschung gut ist, ist bekannt. Dass er ein bekennender Fan der AfD ist, ist dann aber doch ungewöhnlich. Schließlich macht sich die AfD derzeit nicht gerade als Partei bekannt, die Menschen mit Migrationshintergrund sonderlich schätzt. Siehe die Gauland-Affäre der vergangenen Tage.

Bushido erklärte erst am Montag, dass er bei der nächsten Wahl für die Rechtspopulisten stimmen wird. "Scheiß drauf, ich wähl trotzdem AfD, Alter", tönte er in einem Video-Blog. Gemeint ist wohl die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin, die am 18. September stattfindet.


Die Szene, in der Bushido über die AfD spricht, seht ihr ab Minute 5.

"Bushido ist gelebte Provokation"

Die AfD hat schnell auf die Aussage reagiert und den Rapper zur Wahlparty an dem Abend eingeladen.

Das bestätigte gegenüber der Huffington Post auch der Sprecher der AfD-Berlin Ronald Gläser. Zum Grund für die Einladung sagte er: "Bushido ist die gelebte Provokation in der Rap-Szene, wir sind die fleischgewordene Provokation auf der politischen Bühne. Das passt gut zusammen."

Kontakte zu Araber-Clans?

Die Aussage offenbart einiges über das Politikverständnis der AfD in Berlin. Konstruktive Politik zu machen scheint demnach nicht an erster Stelle der Parteiziele zu stehen. Den Eindruck vermittelt im Übrigen auch die Parteispitze auf Bundesebene seit Wochen. Provokationen scheinen ihr mehr am Herzen zu liegen als vernünftige politische Vorschläge.

Dass Bushido dabei nicht ganz in Law-and-Order-Image der Partei passt, scheint den Berliner Landesverband nicht zu stören. Bushido wird immer wieder nachgesagt, Kontakte zur Unterwelt zu haben, auch zu kriminellen arabischen Clans in Berlin. Auch wegen Steuerhinterziehung war der Rapper schon vor Gericht.

Gläser hat aber auch dafür eine Erklärung: "Menschen machen Fehler", sagt er. Außerdem sei Bushido "eine Kunstfigur", seine Kontakte zur zwielichtigen Szene gehörten damit quasi zur öffentlichen Inszenierung. Ebensolches gilt wohl auch für die jüngsten Äußerungen des Partei-Vizes Alexander Gauland ...

Update:

Auch AfD-Krawallnudel Beatrix von Storch hat sich inzwischen zur Einladung von Bushido geäußert. Ob er ihrem Wunsch nachkommt?

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(lk)