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Unwetter: So zog ein Übermütiger seinen Retter mit in den Tod

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UNWETTER
Feuerwehrmänner und Rettungstaucher stehen um den Gullischacht, in dem zwei Menschen starben | DPA
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  • Nach dem Unwetter in Süddeutschland werden Details zum Tod zweier Männer in Schwäbisch Gmünd bekannt
  • Offenbar wurde ein leichtsinniger Schwimmer in einen Gulli gezogen
  • Auch ein Feuerwehrmann, der ihm helfen wollte, starb in der Abwasserleitung

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung kostete Übermut den jungen Mann, der bei dem Unwetter in Schwäbisch Gmünd starb, das Leben. Auch einen Feuerwehrmann, der ihm zu Hilfe eilte, zog er mit in den Tod. Die beiden ertranken in den Fluten.

Nach dem Bericht der "Bild"-Zeitung hatte sich Wasser in einer Bahnunterführung gesammelt. Drei junge Männer tollten und schwammen in dem Wasser. Bilder zeigen, wie einer der Männer zu einem im Wasser liegen gebliebenen VW schwimmt und sich auf das Autodach setzt.

Wasser zog den Mann in die Abwasserleitung

Ein Augenzeuge sagte der "Bild", dass im Wasser Sportschuhe und Fahrradhelme aus einem angrenzenden Sportgeschäft schwammen. "Sie setzten Fahrradhelme auf und sprangen damit durch die Fluten. Plötzlich war einer verschwunden."

Was der 21-Jährige nicht sehen konnte: Unmittelbar neben dem Fahrzeug hatte das Wasser einen Gullideckel aus seiner Fassung gedrückt. Das in den Gulli strömende Wasser zog den Mann in plötzlich in die Abwasserleitung.

Dazu passend: Vier Tote nach Überschwemmungen in Baden-Württemberg

Ein Anwohner rief die Feuerwehr zu Hilfe, die in der Nähe einen Keller auspumpte. Der Feuerwehrmann Benjamin S. zögerte nicht und stieg in die Fluten. Er war mit einem Seil gesichert, das 30 Mann hielten.

Offenbar hatte die Feuerwehr die Kraft der Wassermassen unterschätzt. Benjamin S. rief plötzlich: "Hilfe, es zieht mich weg, haltet mich fest!" Doch wie der Schwimmer wurde er in den Gulli gesaugt.

Helfer retteten 42 Menschen

Polizeitaucher fanden am nächsten Vormittag die beiden Leichen in dem Kanaleinlauf.

Insgesamt starben vier Menschen bei dem Unwetter. In Weißbach im Hohenlohekreis starb ein 62 Jahre alter Mann in einem überschwemmten Keller. Ein 13-jähriges Mädchen wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde dort von einem Zug erfasst und getötet.

unwetter

Insgesamt retteten Helfer 42 Menschen aus lebensgefährlichen Situationen, wie der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), am Abend mitteilte.

Feuerwehr und Polizei hätten in den betroffenen Gebieten im Osten und Norden des Bundeslandes rund 520 Menschen vor den plötzlichen Wassermassen in Sicherheit gebracht.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

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Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

(ben)