Huffpost Germany

Das ist der wahre Grund, warum meine Kinder kein Smartphone haben dürfen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SMARTPHONE
Das ist der wahre Grund, warum meine Kinder kein Smartphone haben dürfen | Kelly Rose Bradford
Drucken

Smartphones sind überall. In der U-Bahn, in Restaurants, auf jedem Schulhof. Doch gerade letzteres wird von vielen Erziehungsexperten kritisiert. In Großbritannien hat jetzt sogar ein ehemaliger Berater des Premierministers zu einem Smartphone-Verbot für Jugendliche aufgerufen.

Smartphones schlecht für Kinder?

In der britischen "Daily Mail" schreibt nun auch die Mutter eines 13-Jährigen, Kelly Rose Bradford, über die Gründe, warum sie dieses Verbot unterstützt. Und ihre Argumentation mag viele überraschen, denn sie ist sehr ehrlich.

Kein Smartphone

Bradford schreibt, dass ihr 13-jähriger Sohn in einem sehr technikfreundlichen Haushalt lebe. Er mache seine Hausaufgaben am Computer und spiele Computerspiele, fast jeden Tag. Aber ein Smartphone darf er nicht haben.

Auf der einen Seite hält Bradford Mobbing via Smartphone für gefährlich. Es sei viel zu leicht, heimlich Videos zu machen oder unvorteilhafte Fotos und diese dann auf sozialen Netzwerken zu posten. Und auch wenn viele sagten, dass könne auch mit Computern geschehen, hielte sie das für weniger gefährlich: Denn - zumindest bei ihr zuhause - sei der Computer an einem gut sichtbaren Platz, kein Gerät, dass man in einer Tasche verstecken könne.

"Ich bin süchtig"

Auf der anderen Seite, schreibt Bradford, sei sie aber vor allem für das Verbot von Smartphones, weil sie selber süchtig danach sei.

"Ich bin nicht sonderlich stolz darauf, aber ich bin danach süchtig. Ich kann aber damit umgehen, mein Sohn kann es nicht."

"Ich mache mir Sorgen, sobald ich merke, dass ich kaum noch Batterie habe. Mein ganzes Leben basiert darauf: von meinem Kalender, bis zu Einkausfzetteln. Jeder weiß, dass ich rund um die Uhr erreichbar bin. Ich fotografiere ständig. Ich nutze Twitter, Instagram und Facebook bestimmt so häufig wie meine Nichten und Neffen und ich teile viel zu viel!"

"Mein Smartphone hat mein Leben gekapert. Und das möchte ich nicht für meinen Sohn. Ich möchte, dass er es genießt, Dinge wirklich zu tun, statt sie nur durch die Filter der Social Media zu sehen."

Was haltet ihr von Bradfords Forderung?

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.


Auch auf HuffPost:

Dieser Mann wurde blind – wegen eines einfachen Fehlers, den viele jeden Abend machen

(vr)